E-Commerce wird "Swiss-friendly"

Amazon hilft Dritthändlern, in die Schweiz zu liefern

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von Yannick Chavanne und Übersetzung: Pamela Beltrame

Das Lieferangebot über Amazon.de oder Amazon.co.uk in die Schweiz könnte sich verdoppeln. Drittverkäufer sollen ihre Artikel in Zukunft ohne Komplikationen in die Schweiz liefern: Amazon übernimmt nämlich den Versand, die Mehrwertsteuer und die Zollverwaltung. Wann dies genau geschehen wird, ist noch unklar.

(Source: Lightcome / iStock.com)
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Schweizer Kunden, die bei Amazon.de oder Amazon.co.uk einkaufen, werden eine viel grössere Auswahl an lieferbaren Produkten erhalten. Laut der französischen Beratungsagentur Krooga wird das Programm "Fulfillment by Amazon" (FBA) auf die Schweiz ausgedehnt: Dieser Service ermöglicht es Drittverkäufern Amazon die Lagerung und Lieferung von ihren Produkten (sowie den Kundendienst und das Retourenmanagement) anzuvertrauen. Auf Anfrage der Redaktion bestätigte ein Sprecher von Amazon Deutschland die Erweiterung des FBA-Programms auf die Schweiz. Ein Zeitrahmen dafür stehe jedoch noch nicht fest.

Die Ausweitung dieses Dienstes auf die Schweiz ist laut Krooga eine Win-Win-Situation für Drittanbieter mit Produkten auf Amazon.de und Amazon.co.uk. Die Artikel können in die Schweiz geliefert werden, ohne dass sich diese Händler um die Zahlung der Mehrwertsteuer und die Zollabfertigung kümmern müssen. Seit dem 1. Januar 2019 unterliegen ausländische E-Händler der Schweizer Mehrwertsteuer, wenn sie einen Jahresumsatz von 100'000 Franken erzielen. Die Händler müssen individuelle Vorkehrungen treffen, um dieser Haftung nachzukommen. Laut Carpathia hat aber die Mehrheit der Drittverkäufer auf Amazon.de und Amazon.fr kein Zollabkommen. Ihre Produkte werden deshalb in der Schweiz nicht zur Lieferung angeboten.

Amazon verfügt jedoch bereits über einen digitalen Verzollungsdienst der Schweizerischen Post für die Produkte, die auf der Plattform verkauft werden. Diesen Service werden zukünftig auch Dritthändler anbieten können. Amazon wird die Schweizer Zölle und die Einfuhrumsatzsteuer vom Kunden einziehen und dafür sorgen, dass diese bei der Einfuhr des Pakets korrekt an die Schweizer Steuerbehörden gemeldet werden, wie Internet World berichtet. Amazon werde automatisch alle FBA-Kunden für die Schweiz aktivieren. Verkäufer, die nicht in die Schweiz liefern möchten, müssten sich explizit abmelden.

Der Amazon-Vorstand hat ein neues Mitglied - und diese Personalentscheidung ist nicht ohne. Mit Keith Alexander holt sich Amazon-Chef Jeff Bezos den ehemaligen - heftig umstrittenen - Chef des US-Geheimdienstes NSA an Bord. Lesen Sie hier mehr dazu.

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