Übersicht von Moneyland

Diese Banken bieten Google Pay und Co. an

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Mobile Bezahllösungen wie Apple Pay, Google Pay und Samsung Pay stiessen bei Schweizer Banken anfangs auf Zurückhaltung. Doch mittlerweile unterstützen die meisten Kredit- und Prepaidkarten die Lösungen der drei Tech-Konzerne und auch Neobanken setzen auf Google Pay und Co.

(Source: Bonuscard.ch)
(Source: Bonuscard.ch)

Als das Bezahlen via Smartphone möglich wurde, sperrten sich viele Schweizer Banken noch gegen die Technologie. "Banken fürchten sich im Kampf um Kunden vor der Konkurrenz der digitalen Weltkonzerne", sagt Benjamin Manz, Geschäftsführer von moneyland.ch zur Einführung von Apple Pay und Co. Daher hätten viele der Banken anfangs aufs Bremspedal gedrückt und sich auf die Schweizer Bezahl-App Twint fokussiert.

Bis im April 2019 suchte man vergeblich nach den mobilen Bezahlmöglichkeiten der grossen Tech-Konzerne bei den acht grossen Schweizer Banken UBS, Credit Suisse, Raiffeisen, Zürcher Kantonalbank, Postfinance, Valiant Bank, Migros Bank und Bank Cler. Hier hat sich laut moneyland.ch aber einiges getan. Die Kreditkarten und Prepaidkarten von fast allen Schweizer Banken unterstützen nun Samsung, Apple und Google Pay. Ausnahme ist Postfinance, wo weiterhin nur auf Twint gesetzt wird.

Neobanken sind die grössere Konkurrenz

"Offensichtlich hat bei Schweizer Banken ein Umdenken eingesetzt. Mittlerweile sind sie der Ansicht, dass sie ohne Apple, Google und Samsung Pay schlechter fahren als mit", heisst es bei moneyland.ch. Ausserdem konkurrierten neue Smartphonebanken wie Revolut, Transferwise und Neon die hiesigen Banken viel direkter als Samsung, Apple und Google.

Laut dem Vergleichsdienst habe die UBS aufgrund des Konkurrenzdrucks durch solche Neobanken kürzlich neue Kreditkarten mit günstigeren Wechselkursen angekündigt. "Weitere Produktanpassungen von Schweizer Banken werden kommen", sagt Manz.

Apple, Samsung und Google bei Neobanken und Gratis-Karten

Abgesehen von den grossen Banken sah sich moneyland.ch auch an, welche Gratis-Kreditkarten und Neobanken die Bezahllösungen der drei grossen Tech-Konzerne unterstützten. Die Cashback-Karten von Swisscard waren 2018 die ersten Gratis-Kreditkarten, die Apple Pay einführten. 2020 führten auch die Migros Cumulus-Mastercard von Cembra Money Bank und die Coop Supercard von Topcard die mobilen Bezahllösungen ein. Auch Samsung Pay wird von allen drei Gratis-Karten unterstützt, Google Pay von den Cashback-Karten von Swisscard und der Coop Supercard Kreditkarte.

Wirft man einen Blick auf die vier Neobanken Neon, Zak, Revolut und Transferwise, ist Zak die einzige, die auf die Lösungen von Google, Apple und Samsung setzt. Revolut und Transferwise bieten Google und Apple Pay an, während Neon momentan lediglich auf Samsung Pay setzt.

Twint hat trotzdem die Nase vorn

Obwohl die Vielfalt an mobilen Bezahllösungen wächst, ist Twint in der Schweiz noch immer der Spitzenreiter. 38 Prozent der von moneyland.ch befragten Personen nutzen die App in Läden. Apple Pay wird hingegen nur von 10 Prozent verwendet, Google Pay von 9 und Samsung Pay von 7 Prozent. Betrachte man nur die Nutzer, die regelmässig mobil bezahlen, kommt man auf folgende Ergebnisse: Twint 7 Prozent, Apple Pay 3 Prozent und Samsung und Google Pay jeweils 2 Prozent.

Wer mobil bezahlen möchte, braucht nicht unbedingt das Handy zu verwenden. Mittlerweile funktioniert das auch per Smartwatch oder mit anderen Wearables. So eignen sich laut moneyland.ch auch die Fitness-Tracker von Fitbit und Garmin zum Zahlen. Diese Lösungen würden in der Schweiz aber bisher kaum beansprucht.

Auch das Bezahlen per QR-Rechnung hat sich zu den neuen Bezahllösungen gesellt. Das Unternehmen Epsitec bietet ein Tool an, mit dem Unternehmen ihre QR-Codes testen und erstellen können.

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