Zahlen von Context

Monitorverkäufe gehen durch die Decke

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Die Verkaufszahlen von Monitoren sind im März drastisch gestiegen. In der Schweiz wurden 68 Prozent mehr Geräte verkauft als im Vorjahr. Das starke Wachstum ist vor allem den Schulschliessungen und dem Arbeiten von daheim aus zu verdanken. In einigen Ländern sanken die Verkaufszahlen aber auch.

(Source: Bluehousestudio / iStock.com)
(Source: Bluehousestudio / iStock.com)

Im März stiegen die Verkäufe von Monitoren im Vergleich zum Vorjahr um 35 Prozent. Der Anstieg für das erste Quartal 2020 betrug 18 Prozent. Das geht aus einer Studie des Marktforschers Context hervor. In der Schweiz wurden im März gar 68 Prozent mehr Monitore verkauft als im gleichen Monat 2019.

Den Grund für die starke Zunahme im März sieht Context darin, dass viele Europäer ab diesem Monat mit der Arbeit aus dem Homeoffice begannen oder bereits begonnen hatten. "Schulschliessungen trugen auch zum Wachstum der Verbraucherumsätze bei, da viele Eltern feststellten, dass sie Geräte mit Kindern teilen mussten, die plötzlich zuhause unterrichtet wurden", sagt Dominika Koncewicz, Senior Analystin für Displays bei Context. Ausserdem habe es eine hohe Nachfrage nach Monitoren aus dem öffentlichen Sektor, also von Krankenhäusern und Regierungsabteilungen, gegeben.

Irische Distis verkaufen am meisten, italienische am wenigsten

Am stärksten nahmen die Verkäufe in Irland mit 172 Prozent mehr verkauften Monitoren zu. Auch in Lettland (plus 81 Prozent) und den Niederlanden (plus 83 Prozent) nahmen die Verkäufe rasant zu. In fünf der insgesamt 22 aufgeführten Länder wurden im Monat März weniger Monitore verkauft als im Vorjahr. In der Slowakei sanken die Verkäufe mit minus 49 Prozent am stärksten. Auch Italien (minus 21 Prozent), Frankreich (minus 15 Prozent), Polen (minus 8 Prozent) und Russland (minus 1 Prozent) erlebten einen Rückgang.

"Während viele Unternehmen und Einzelpersonen in den letzten Jahren Investitionen in ihre digitalen Fähigkeiten und Hardware aufgeschoben haben, hat die aktuelle Krise ihnen bewusst gemacht, dass bessere Lösungen jetzt dringend benötigt werden, was zu einer steigenden Nachfrage nach leistungsfähigeren Geräten führt, die auch das Arbeiten aus der Ferne ermöglichen", sagt Koncewicz. Die Nachfrage im ersten Quartal sei jedoch so unerwartet und stark gewesen, dass viele europäische Distributoren nur über sehr geringe Lagerbestände verfügten.

"Zusammen mit der Lieferunterbrechung, von der die meisten Anbieter mehr oder weniger stark betroffen waren, könnte dies in den kommenden Wochen zu schwächeren Verkäufen führen und sich möglicherweise auf die Verkäufe im Mai auswirken“, sagt Senior Analystin Koncewicz. Wenn die Nachfrage aus dem privaten und öffentlichen Sektor hoch bleibe und das Angebot ein normales Niveau erreichte, werde sich der Markt aber erholen. Context rechnet damit, dass die Zahlen fürs erste Halbjahr 2020 insgesamt positiv ausfallen werden.

Für den PC-Markt insgesamt sieht es nicht so rosig aus. Gemäss den Marktforschern von Gartner und IDC sanken die Auslieferungen im ersten Quartal 2020 den grössten Taucher seit 2013. Mehr dazu erfahren Sie hier.

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