Jitsi Meet, Veeting Rooms und Co.

Wie man ohne Skype und Zoom sichere Videomeetings macht

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von Oliver Wietlisbach / Watson

Schweizer Skype- und Zoom-Alternativen schiessen wie Pilze aus dem Boden. Möglich macht dies die frei verfügbare Open-Source-Software Jitsi Meet. Andere Schweizer Firmen haben ihren Videomeeting-Dienst selbst entwickelt. Ein Überblick.

(Source: Dzianis Rakhuba / Fotolia.com)
(Source: Dzianis Rakhuba / Fotolia.com)

Skype kennt jeder. Von Zoom und seinen mannigfachen Sicherheitsproblemen haben viele schon gehört. Aber wie steht es mit Jitisi Meet? Veeting Rooms? Oder Wizard Live?

Jitsi Meet ist eine einfach zu nutzende Open-Source-Software, die Videokonferenzen mit einem oder mehreren Teilnehmern ermöglicht. Für die Onlinemeetings im Browser oder per App ist kein Konto notwendig. Und wie mit Zoom und Skype kann man den eigenen Bildschirm (Desktop, einzelnes Fenster oder Browser-Tab) freigeben, um anderen Teilnehmern Inhalte zu zeigen. Auch eine Text-Chat-Funktion ist integriert.

In der Schweiz gibt es gleich mehrere Anbieter, die auf ihrer Webseite kostenlos Videomeetings per Jitsi Meet ermöglichen. Vor allem Internet- und Hosting-Provider offerieren Jitsi-Videkonferenzen teils seit Beginn der Coronapandemie auf den eigenen Servern in der Schweiz – wohl nicht zuletzt aus Marketinggründen. Sie positionieren sich so als datenschutzfreundliche Alternative zu US-Konzernen wie Microsoft, Google oder Zoom. Letzterer verzeichnete vor der Coronakrise 10 Millionen Video-Meetings pro Tag, nun sind es über 300 Millionen. Zoom ist der grosse Profiteur des Homeoffice-Booms, zahlreiche Sicherheits- und Datenschutzpannen haben aber zuletzt am Image gekratzt.

Wie funktioniert's?

Im Prinzip funktioniert Jitsi Meet wie jede moderne, webbasierte Videokonferenz-Anwendungen: Ein Klick auf einer beliebigen Jitsi-Meet-Webseite (Liste folgt) genügt, um ein Videomeeting mit mehreren Teilnehmern direkt im Browser zu starten. Wie bei Zoom und Co. reicht es, den anderen Teilnehmern den Link zum Meeting und allenfalls das Passwort zukommen zu lassen.

Bevor man loslegt, noch ein Hinweis: Jitsi Meet ist, wie die meisten Video-Konferenzlösungen, für Googles Chrome-Browser optimiert. Eine ideale Bildqualität erreicht man daher mit allen Chromium-kompatiblen Browsern wie Microsoft Edge, Brave, Vivaldi oder Opera. Alternativ zum Browser kann man die Anwendung für Windows, Mac, Linux, Android oder iOS installieren.

Jitsi Meet ist eigentlich selbsterklärend, wer dennoch eine Anleitung lesen oder als Video schauen möchte, findet sie hier.

Im Folgenden eine nicht abschliessende Liste Schweizer von Jitsi-Meet-Anbietern:

Der Schweizer Webhosting-Provider Infomaniak stellt auf der Basis von Jitsi Meet eigene Infomaniak-Meet Apps für Windows, Mac, Linux, Android und iOS zur Verfügung.

Auch Switch, die Betreiberin des Schweizer Wissenschaftsnetzes der Hochschulen, stellt den Bildungseinrichtungen und somit Zehntausenden Schülern, Studenten und Dozierenden mit Jitsi Meet eine datenschutzfreundliche Videokonferenz-Lösung zur Verfügung; auf Schweizer Servern und ohne Office365-Konto nutzbar.

  • switch.ch/meet

  • https://uzh.meet.switch.ch

  • https://unibe.meet.switch.ch

  • https://unibas.meet.switch.ch

  • https://zhaw.meet.switch.ch

  • https://hslu.meet.switch.ch

  • https://unifr.meet.switch.ch

  • https://educa.meet.switch.ch

  • https://epfl.meet.switch.ch

  • etc.

Eine Liste der Schweizer Hochschuleinrichtungen, die Jitsi-Meet anbieten, ist auf switch.ch/meet abrufbar.

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Watson.ch

Zoom hat sich für die Dienste der Oracle Cloud Infrastructure entschieden. Damit soll der massive Anstieg der Nutzerzahlen bewältigt werden. Diese sind aufgrund der Coronakrise inzwischen dreissig Mal so gross wie früher. Mehr dazu lesen Sie hier.

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