Mietfragen, Start-ups und finanzielle Nöte

Konkurse und Betreibungen: Das sind die neuen Coronamassnahmen des Bundes

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Der Bundesrat hat über die aktuellen Massnahmen in der Coronapandemie informiert. Derzeit würden Massnahmen geprüft, um zu vielen coronabedingten Konkursen entgegenzuwirken. Dennoch werden Betreibungen ab dem 19. April wie geplant wieder aufgenommen.

(Source: mentalrai / Fotolia.com)
(Source: mentalrai / Fotolia.com)

In der Medienkonferenz vom 08.04. gab der Bundesrat bekannt, dass der Lockdown wegen des Coronavirus bis am 26. April verlängert wird. Doch haben verschiedene Departemente den Auftrag, einen etappenweisen Ausstieg aus dem Lockdown zu planen, wie srf.ch mitteilt.

Zurzeit seien schweizweit 1,5 Millionen Personen von Kurzarbeit betroffen. Wie Unternehmen Kurzarbeit beantragen können, können Sie in diesem Artikel nachlesen.

Für Start-ups würden im Moment verschiedene Optionen geprüft, um ihnen durch die Krise zu helfen. Welche Hilfe ihnen schon jetzt zur Verfügung steht, lesen Sie hier.

Bei Mietfragen wolle der Bundesrat nicht per Notrecht handeln. Vermieter und Mieter sollen sich einigen. Wo Fachhändler in der Krise welche Art von Unterstützung finden, können Sie in diesem FAQ nachlesen.

Zurzeit prüfe das EJPD zwei Massnahmen gegen coronabedingte Konkurse:

  • Falls die Aussicht besteht, dass eine Überschuldung nach der Krise behoben werden kann, können Unternehmen mit der Konkursanmeldung aufgrund drohender, coronabedingter Überschuldung zuwarten.

  • KMU, die nur wegen der Coronapandemie in finanzielle Not geraten sind, sollen von einer befristeten Stundung profitieren können, der sogenannten "COVID-19-Stundung", wie srf.ch schreibt. Die Massnahmen sollen Unternehmen Zeit verschaffen, ihr Geschäft zu reorganisieren und Sanierungsmassnahmen umzusetzen.

Die Betreibungen, die bis am 19. April ausgesetzt sind, werden trotz Verlängerung des Lockdowns nicht weiter pausiert. Ab Mitternacht dieses Tages werden der Betreibungsstillstand sowie die Gerichtsferien aufgehoben. Wenn niemand mehr seine Schulden zahle, könne es zu Liquiditätsengpässen kommen, sagt Justizministerin Karin Keller-Sutter laut srf.ch.

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