Post-Studie

Schweizer gehen beim Onlineshopping fremd

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Eine neue Studie der ZHAW und der HWZ im Auftrag der Schweizerischen Post zeigt die Veränderungen im Onlinehandel. Mobile Zahlungsmöglichkeiten und Onlineshops aus dem Ausland sind auf dem Vormarsch.

(Source: rupixen / Unsplash)
(Source: rupixen / Unsplash)

Im Auftrag der Schweizerischen Post haben die ZHAW und die HWZ zwei Umfragen zum Schweizer Onlinehandel durchgeführt. Dazu befragten sie mehr als 14'000 Konsumenten und 279 Händler.

Die Studie zeigt, dass die Leistungen der Händler weiter zunehmen. 54 Prozent der Onlinehändler bieten den kostenlosen Versand an und auch die Gratisretouren stiegen um 3 auf insgesamt 28 Prozent. 76 Prozent bieten den Kunden eine Sendungsverfolgung an und 74 Prozent die Kündigung der Sendung vor der Zustellung.

Mit den zusätzlichen Dienstleistungen reagieren die Schweizer Onlinehändler auf die Konkurrenz aus dem Ausland. Denn immer mehr befragte Konsumenten geben an, schon mal bei internationalen Retailern eingekauft zu haben. Der chinesische Anbieter Aliexpress konnte sich etwa in den letzten drei Jahren von 21 auf 35 Prozent steigern. Damit rangiert Aliexpress aber immer noch weit hinter den Spitzenreitern Ricardo und Amazon in der Gunst der Schweizer Kunden.

Ein weiterer Trend ist die Zunahme der Mobile Payments. 45 Prozent der Onlinehändler bieten diese an und vor allem Twint konnte in den letzten drei Jahren zulegen. Insgesamt bieten 31 Prozent der Händler das Schweizer Zahlungssystem an.

Um zusätzliche Einnahmen zu generieren, verkaufen 35 Prozent der Anbieter ihre Waren ebenfalls über externe Plattformen wie Digitec, die Hälfte auch über Google Shopping und Facebook Marketplace. Besondere Shoppingevents wie der Black Friday steigen ebenfalls in der Beliebtheit der Händler, fast die Hälfte gab an, sich daran zu beteiligen.

Während Schweizer Onlinehändler durch Zölle, Versand und die hohen Kosten in der Schweiz vom internationalen Markt vor Herausforderungen gestellt werden, erfreuen sich die Schweizer Kunden weiterhin am Shopping im Ausland. 70 Prozent der Befragten gaben an in den letzten zwölf Monaten in deutschen Onlineshops eingekauft zu haben. 41 Prozent bestellten etwas aus China.

Zuletzt gab es eine neue Umfrage zu Betrugsfällen im Onlinehandel. Welche Gefahren dort lauern, können Sie hier nachlesen.

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