Messe Rückblick

Das war die IFA 2019

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Die IFA 2019 ist vorbei und hat einige Neuheiten hervorgebracht. Ein Blick auf die Trends im TV-Bereich.

(Source: © Messe Berlin GmbH - Diese Fotos sind ausschließlich der redaktionellen Berichterstattung vorbehalten und dürfen nicht für werbliche Zwecke genutzt werden. Veröffentlichung kostenfrei - Bele
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Vom 6. bis 11. September hat die IFA 2019 in Berlin stattgefunden. Mit 1939 Ausstellern auf 163 900 Quadratmetern war die IFA laut Messe-Berlin-CEO Christian Göke ausgebucht. Schon im Vorjahr vermeldeten die Messeorganisatoren mit 1814 Ausstellern Rekord. Die Aussteller dürften wieder einiges umsetzen. Im vergangenen Jahr habe das Ordervolumen an der Messe mehr als 4,7 Milliarden Euro betragen. Wohl auch deshalb erinnerte Göke an der Eröffnungspressekonferenz daran, dass die IFA die grösste CE- und Hausgerätemesse sei. Die Zahlen zu Besuchern und Ordervolumen waren zu Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Die grossen IFA-Themen in diesem Jahr waren laut Göke die Vernetzung und künstliche Intelligenz (KI), sowohl für Consumer Electronics als auch für Haushaltsgeräte. «Das Internet der Dinge ist schon da», sagte Göke. 5G-fähige Produkte hingegen sind laut Göke erst wenige auf dem Markt. Der CEO der Messe Berlin rechnet damit, dass 5G an der IFA 2020 ein dominantes Thema sein werde. Fernseher waren dieses Jahr natürlich auch wieder ein grosses Thema an der IFA. Im Folgenden einige Neuheiten.

8k- und transparente OLED-TVs

An den IFA-Pressekonferenzen der Hersteller waren einige Neuheiten zu sehen. LG Electronics kündigte etwa den ersten 8k-OLED-TV an. Das Modell 88Z9 sei mit einer Bilddiagonale von 88 Zoll ausserdem auch der grösste OLED-TV überhaupt. Das Gerät verfügt des Weiteren über ein 4.2-Soundsystem mit 80 Watt. Es soll noch im September in ersten Märkten weltweit erhältlich sein. Als weitere Neuheit kündigte LG den 8k-Nanocell-TV mit 75-Zoll-Diagonale an. Die Nanocell-Displaytechnologie filtere unreine Farben heraus und steuere präzise die Hintergrundbeleuchtung des Fernsehers, verspricht der Hersteller.

Beide Modelle bieten 8k Cinema HDR, das Dolby Vision, HDR10, HLG bis 8k und mehr unterstützt. 8k-Upscaling ist mittels eines neuen 8k-Prozessors möglich, der auf Deep-Learning-Technologie setzt. Ebenfalls bieten sie eine verbesserte Rauschunterdrückung. Ein intelligenter Algorithmus verarbeite zudem 2.0-Audiosignale zu virtuellem 5.1-Surround-Sound. Ausserdem unterstützen die TVs den WISA-Standard für drahtloses Heimkino. Die neuen Modelle sollen zum UVP von rund 30 000 Euro (OLED88Z9PLA) respektive 5000 Euro (75SM9900PLA) erhältlich sein.

Panasonic veranstaltete keine Pressekonferenz und lud stattdessen zum «TV-Event». Dort zeigte der Hersteller zwei Prototypen: einen transparenten OLED-Screen, der im ausgeschalteten Zustand wie eine Vitrine wirkt, und «Mega Con», was laut Hersteller für Mega-Kontrast steht. Der Bildschirm nutzt ein Dual-Panel-LCD, aussen ein 4k-Panel und ein monochromes Innenpanel. Für das Dimming auf der Pixelebene nutzt er die Modulation der direkten LED-Hintergrundbeleuchtung. Panasonic verspricht so ein bislang bei LCD-Panels unerreichtes Kon­trastverhältnis von 1 000 000 : 1. Der Bildschirm decke auch 99 Prozent des Farbstandards DCI P3 ab und liefere damit eine Farbgenauigkeit auf dem Level von Studiomonitoren. Über eine Markteinführung machte Panasonic keine Angaben.

Samsung zeigt 55-Zoll-8k-TV, Sony ein Handy

Samsung kündigte an seiner Pressekonferenz eine 55-Zoll-Variante des 8k-QLED-TVs an. Damit reicht Samsungs 8k-Range nun von 55 bis 98 Zoll, wie Samsungs European Product Director Nathan Sheffield sagte. Alle Geräte der 8k-Range bieten HDR10+-Support, manche eine Helligkeit von bis zu 5000 Nits. Das QLED-Modell Serif bringt Samsung ausserdem in neuen Farben auf den Markt. Laut Sheffield ist Samsung der erste TV-Hersteller mit integriertem Apple TV in seinen Produkten. Damit sei es möglich, Inhalte vom iPhone auf den Samsung-TV zu übertragen.

Die Pressekonferenz von Sony war im Vergleich zu früheren Jahren sehr kurz. Der neue Europachef Hideyuki Furumi, der seit April im Amt ist, stellte sich kurz vor und überliess dann Sonys Senior Executive Vice President Shigeki Ishizuka die Bühne. Ishizuka präsentierte das neue Smartphone Xperia 5 mit 6,1-Zoll-Screen, neue kabellose Kopfhörer der 1000X-Serie und den Lautsprecher SA-Z1 aus Sonys Signature Series. TVs waren hingegen kein Thema an der Pressekonferenz. Laut Mitteilung liegt der Fokus des Unternehmens auf den zwei Modellen ZG9 und AG9, die seit Frühjahr erhältlich sind.

TP Vision zeigt zwei Flaggschiffe, Grundig setzt auf Amazon

An der Pressekonferenz von Philips war auch wieder Lizenznehmer TP Vision dabei (nicht aber das von Philips ausgegliederte Lichtgeschäft Signify; hinter vorgehaltener Hand wurde von internen Querelen zwischen TP Vision und Signify gesprochen). TP Vision stellte neue Philips-TVs und -Audioprodukte vor. Kostas Vouzas, CEO Philips TV + Audio bei TP Vision, präsentierte die zwei OLED-TV-Flaggschiffe Philips OLED+934 und Philips OLED+984. Beide verfügen über die dritte Generation des P5-Prozessors. Der Hersteller verspricht so eine nochmals verbesserte Bildqualität und eine bessere Kontrastdarstellung. Ebenfalls bieten beide ein Lautsprechersystem von Bowers & Wilkins mit mehreren Treibern und einen Subwoofer-Ausgang. Sie unterstützen HDR10+ und erstmals auch Dolby Vision sowie Dolby Atmos. Ambilight ist natürlich ebenfalls dabei. Beide Modelle sollen noch diesen Monat in den Handel kommen. Die UVPs betragen rund 7000 Franken für den 65OLED984 und rund 5000 Franken für den 65OLED934.

Die deutsche Traditionsmarke Grundig, die zum türkischen Arçelik-Konzern gehört, hat an seiner Pressekonferenz eine Partnerschaft mit Amazon verkündet. Matt Clark, Amazons Director of Business Development, sprach über den ersten OLED-TV von Grundig in der Fire TV Edition mit Amazon Alexa. Acht auf Wunsch zu- oder abschaltbare Mikrofone am Gerät ermöglichten die Sprachsteuerung auch im TV-Stand-by-Modus. Dolby Atmos ist ebenfalls dabei. Der Grundig Fire TV kommt in vier Ausführungen Ende November auf den Markt und ist auch über Amazon erhältlich.

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