Handystrahlung im Gesundheits-Check

Stiftung Warentest fühlt 5G auf den Zahn

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Der 5G-Ausbau in der Schweiz ist in vollem Gange. Doch der neue Mobilfunkstandard stösst nicht überall auf Begeisterung und hat die Debatte, ob Handystrahlung gesundheitsschädigend ist, wieder angeheizt. Genau damit beschäftigte sich auch eine Untersuchung der Stiftung Warentest.

(Source: NatalyaBurova / iStock.com)
(Source: NatalyaBurova / iStock.com)

Stiftung Warentest ist der Frage nachgegangen, ob Handystrahlung gesundheitsschädigend ist. Dazu begutachtete die Verbraucherorganisation mehrere Studien zum Thema Mobilfunk und Gesundheit und fragte bei Ärzten, Wissenschaftlern und Behörden nach. Die untersuchten Studien deckten folgende Themengebiete ab:

  • Allgemeine Informationen zu Handystrahlung

  • Mobilfunk und Krebs

  • Mobilfunk und Spermienqualität

  • Mobilfunk und Elektrosensibilität

  • Schutzmassnahmen

Die Tester kamen zum Ergebnis, dass "kaum ein Grund zur Sorge" besteht. Langzeitstudien aus verschiedenen Ländern zeigen laut Test, dass die Gesamtzahl an Hirntumoren in den letzten Jahrzehnten trotz der enormen Verbreitung von Handys nicht nennenswert gestiegen ist.

Nirgends stehen so viele 5G-Antennen wie in der Schweiz. Zu diesem Schluss kam Ookla, die Betreiberfirma von Speedtest.net. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Auch den Effekt von Handystrahlung auf die Spermienqualität stuft Stiftung Warentest als gering ein. "Der Qualität der Spermien scheinen viele weitere Einflüsse der modernen Welt zu schaden, wie hormonaktive Chemikalien, Pestizide oder Rauchen", teilen die Tester mit. Ausserdem seien der Verbraucherorganisation bei einigen Studien zum Thema Mobilfunk und Spermienqualität methodische Fehler aufgefallen.

Konsumenten, die trotzdem weniger Handystrahlung abbekommen möchten, rät Stiftung Warentest, mit einem Headset mit Kabel oder Bluetooth-Verbindung zu telefonieren. Denn etwa 95 Prozent der Strahlung, die auf das Gehirn einwirkt, stamme vom Handy am Ohr. Weiter solle man sich bei schlechtem Empfang mit dem Telefonieren zurückhalten. Mobiltelefone passten sich mit ihrer Sendeleistung nämlich an die Stärke des Mobilfunknetzes vor Ort an.

Nächstes Jahr soll der Umsatz mit 5G-Mobilfunknetzinfrastruktur 4,2 Milliarden US-Dollar erreichen. Das entspricht einem Anstieg von 89 Prozent gegenüber 2019. Wie sich das Geschäft mit 5G bis 2021 entwickeln soll und wer davon profitiert, lesen Sie hier.

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