Europas Navigationssystem zickt

Nach Ausfall: Galileo funkt wieder

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Galileo, das Satelliten-Navigationssystem der EU, ist ausgefallen. Die Gründe sind unklar, ebenso die Dauer der Störung. Die Wiederherstellung komme aber voran.

(Source: galileognss.eu)
(Source: galileognss.eu)

Seit Tagen kämpft das europäische Navigationssystem "Galileo" mit Problemen. Zunächst meldete die für das System zuständige European GNSS (Global Navigation Satellite Systems) Agency (GSA) Störungen bei ihren Satelliten. Dann hiess es, das ganze System sei bis auf weiteres nicht nutzbar, wie "Heise Online" berichtet. Einzig der Dienst "Galileo Search and Rescue" zur Suche nach Menschen in Notlagen funktioniere.

Die Reparatur des System komme zwar voran, einen Termin für die vollständige Reaktivierung gebe es allerdings noch nicht, schreibt Heise unter Berufung auf die GSA. Heute morgen liess die GSA online verlauten, der Grund-Dienst sei wiederhergstellt, Nutzer müssten aber bis auf weiteres mit Störungen rechnen.

Ein Team von Experten der GSA, der Europäischen Weltraumagentur ESA und der Europäischen Kommission sei gegenwärtig dabei, Massnahmen zur Behebung "eines Vorfalls in Bezug auf die Infrastruktur am Boden" durchzuführen. Unbestätigten Berichten zufolge ist eine Bodenstation in Italien die Quelle der Störung. Diese Station sei für die Übermittlung der Systemzeit zuständig.

Galileo sollte laut "Heise" als Konkurrent der Europäischen Union zum US-amerikanischen Global Positioning System (GPS) ursprünglich schon 2008 an den Start gehen. Erste Dienste waren dann aber erst 2016 verfügbar. Die letzten vier von insgesamt 30 Satelliten sollen Ende 2020 ins All geschossen werden. Das Projekt kostete bislang 7,2 Milliarden Euro.

Die Schweiz braucht das Satellitenprogramm "Copernicus" der EU, findet Kolumnist Marcel Dobler. Warum, lesen Sie hier.

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