Umfrage von Deloitte

Onlinehandel wächst und gedeiht

Uhr | Aktualisiert

Mit der Digitalisierung schreitet auch der Onlinehandel voran. Wenn Kunden nicht gleich online kaufen, so informieren sich viele vor dem Kauf im Internet. Dabei gibt es je nach Geschlecht und Altersklasse ein paar kleine aber feine Unterschiede.

(Source: entwurfsmaschine / Fotolia.com)
(Source: entwurfsmaschine / Fotolia.com)

Immer mehr Produkte, insbesondere Elektroartikel, gehen online über die Ladentheke. 2017 machte der wertmässige Online-Anteil am Heimelektronikmarkt der Schweiz 31 Prozent aus, wie Deloitte unter Berufung auf Growth from Knowledge (GfK) schreibt. Der Online-Umsatz habe sich in sieben Jahren auf 2 Milliarden Franken verdoppelt.

Im August 2018 habe Deloitte eine repräsentative Umfrage mit 1'500 Konsumenten durchgeführt. Daraus gehe hervor, dass sich rund vier von fünf Kunden vor dem Kauf von Elektrogeräten über Online-Kanäle informierten. Der Kauf selbst fände jedoch noch immer mehrheitlich offline statt: 43 Prozent kauften online ein, 57 Prozent gaben an, Elektrogeräte vorwiegend in physischen Läden zu kaufen.

 

Alter und Geschlecht spielen eine Rolle

Je nach Altersklasse und Geschlecht sei das Kaufverhalten unterschiedlich. Etwas mehr als die Hälfte der 16-29-Jährigen kaufe hauptsächlich online ein, bei der Kategorie 50+ sei es nur rund ein Drittel. Männer kauften Elektroartikel im Vergleich zu Frauen viel eher online ein. Nur gerade 35 Prozent der Frauen haben angegeben, die befragten Produkte online zu bestellen. Bei den Männern sei es hingegen jeder Zweite.

Für die meisten Kunden sei ein rascher und effizienter Einkauf am wichtigsten – ob online oder im physischen Verkauf. Ältere Kunden legten Wert auf eine persönliche Beratung und eine angenehme Atmosphäre im Laden. Jüngeren Kunden sei hingegen ein übersichtlicher Online-Shop wichtiger.

Aus der Umfrage sei hervorgegangen, dass 38 Prozent der Kunden sich eine persönlichere Beratung im Laden wünschten. Der Anteil derjenigen, die umfangreichere Produktinformationen im Onlineshop wünschten, sei genau gleich hoch. Einen digitalen Kundenservice wünschten sich nur gerade 22 Prozent der Befragten.

 

Onlinehandel gewinnt an Relevanz

Es sei davon auszugehen, dass die Bedeutung des Onlinehandels in Zukunft weiter zunehmen werde. Insbesondere der Elektrogerätemarkt eigne sich aufgrund seiner Eigenschaften sehr gut für den Online-Kauf. Im Vergleich zum Möbelmarkt seien die Produkte tendenziell kleiner, anders als im Sportartikelmarkt kaum personalisiert und im Gegensatz zum Lebensmittelmarkt nicht verderblich. Ausserdem liessen sie sich mit technischen Angaben relativ gut vergleichen.

Dennoch stecke die Digitalisierung des physischen Verkaufs noch in den Kinderschuhen. Die Nutzung von handlungsrelevanten Kundeninformationen kann jedoch einen signifikant positiven Einfluss auf das Einkaufsverhalten haben. Hier erfahren Sie mehr dazu.

 

Erfolgreiche Online-Anbieter sind präsent

Mit Digitec, Brack.ch und Microspot.ch gebe es erfolgreiche Schweizer Online-Anbieter. Daher spielten, anders als in anderen Segmenten, ausländische Anbieter in diesem Markt eine untergeordnete Rolle. Ein Grund seien hierbei auch die geringen Preisdifferenzen elektronischer Artikel im Vergleich zu ausländischen Preisen. Häufig lohne sich ein Einkauf im Ausland nicht.

Ausserdem liefert Amazon.com seit dem 26. Dezember 2018 nicht mehr in die Schweiz. Grund dafür ist eine mit dem Jahreswechsel in Kraft getretene Zollbestimmung, nach der ausländische Händler mit einem Jahresumsatz von über 100'000 Franken nicht mehr von der Mehrwertsteuerpflicht befreit sind. Lesen Sie hier mehr dazu.

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