Inside Intel

Intel feiert 50. Geburtstag

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Intel feiert heute seinen 50. Geburtstag. Der US-amerikanische Halbleiterhersteller wurde am 18.07.1968 in Santa Clara gegründet. Die Firma hat bewegte Jahre hinter sich.

(Source: Coolcaesar / CC BY-SA 4.0)
(Source: Coolcaesar / CC BY-SA 4.0)

In 50 Jahren hat sich Intel zum grössten Halbleiter-Hersteller der Welt entwickelt. Die sogenannte "Trinity" gründete am 18.7.1968 in Santa Clara das Unternehmen. Die Trinity bildete sich aus dem Physiker Robert Norton Noyce, dem Chemiker Gordon Earl Moore und dem Hauptinvestor Arthur Rock, wobei Moore und Noyce bereits Mitgründer des Halbleiterherstellers Fairchild waren.

Die drei Gründungsmitglieder wollten Jerry Sanders, einen weiteren Fairchild-Mitarbeiter, nicht in ihr Unternehmen aufnehmen: Sanders hingegen gründete ein Jahr später die Konkurrenzfirma AMD.

Die Gründungsmitglieder von Intel: Andy Grove, Robert Noyce and Gordon Moore (v.l). (Source: Intel Free Press/CC BY-SA 2.0)

Von der Speicherfirma zum Prozessor-Hersteller

Intel startete als reine Speicherfirma. Der erste Chip hatte die Bezeichnung 3101 und war ein Shottky Bipolar-RAM mit 64 Bit Speicher. Der Chip verkaufte sich bereits mässig, jedoch wurde erst der dritte Speicher 1971, im Jahre des Börsengangs, zum kommerziellen Erfolg. Er trug die Bezeichnung DRAM 1103 und verfügte über 1 Kilobit Leistung. Dank des finanziellen Erfolges war die Forschung und Entwicklung des Mikroprozessors möglich. Der vierbittige 4004 feierte 1971 seinen Marktstart und der achtbittige Nachfolger 8008 drei Jahre später.

4004 von Intel. (Source: Thomas Nguyen / CC BY-SA 4.0)

In den 80er Jahren verzeichnete Intel kontinuierlich Verluste und in den Jahren 1985/86 ging es drastisch bergab, was in Massenentlassungen resultierte. 1989 integrierte Intel Cache und Coprozessor in ein Modul: Der Chip 486 war geboren.

Pentium-Prozessoren sprengen 1-Gigahertz-Marke

Der erste Pentium erschien 1993 mit zwei Pipelines, die jedoch nur synchronisiert und nicht out-of-order rechnen konnten. Erst die zweite Generation bot die erste SIMD-Implementierung (Singel Instruction Multiple Data) mit der Bezeichnung MMX. Die Entwicklung des Pentiums hatte für Intel eine neue, ungewollte Erfahrung zur Folge: Der öffentliche Umgang mit Prozessor-Bugs, wie Heise schreibt.

Der Konkurrenzkampf zwischen dem Pentium II und AMDs erfolgreichen Athlon folgte. Im Jahr 1999 lancierte Intel den Pentium III und 2000 sprengte dieser mit 1,13-Gigahertz die 1-Gigahertz-Marke. Die eingeführten Seriennummer der Pentium III Prozessoren liessen Stimmen der Kritik laut werden: Man befürchtete, dass die eindeutige Seriennummer als Grundlage für das Ausspionieren von Computeranwendern dienen könnte.

AMD trumpfte derweil mit dem als "ein Prozessor der Athlon-Familie für Workstations und Server" getarnten Prozessor, erstmals mit einem 64-Bit-Design.

Core-Reihe wird geboren

Intel fokussierte sich daraufhin auf die energiesparenden Mobil-Prozessoren der Pentium M Reihe. Die Bezeichnung des Designs wurde später auf "Core" geändert. Der Core 2 kam gleichzeitig mit Intels Atom-Serie im Jahre 2008 auf den Markt. Die Atom-Linie war für kleine Notebooks, Netbooks, Tablets, Mikroserver und Smartphones gedacht. Zu der Core-Serie gehören auch der Dual-Core, Core Duo, Core 2 Duo und inzwischen auch die i3-, i5- und i9-Modelle für Workstations sowie Server.

Für die Zukunft scheint sich Intel auf HPC (Hochleistungsrechner), Server und die Cloud zu konzentrieren. Erst im letzten Quartal 2018 verzeichnete der Konzern deshalb ein Wachstum um 24 Prozent, schreibt Heise. Sorgen um die Zukunft sollte sich Intel an seinem Geburtstag also nicht machen müssen.

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