Zahlen zur Mediennutzung vom BFS

Das Ausland prägt die Schweizer TV-Landschaft

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Das Bundesamt für Statistik hat die Mediennutzung der vergangen Jahrzehnte verglichen. Die Zahlen zeigen grosse Differenzen zwischen dem Konsum von Printmedien, Radio und TV.

(Source: (Source: funnytools / pixabay / CC0 Creative Commons))
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Das Bundesamt für Statistik (BFS) hat Zahlen zum Medienangebot und zur Mediennutzung in der Schweiz über die letzten Jahrzehnte publiziert. Gemäss dem BFS konsumieren in der Schweiz wohnhafte Personen ab 15 Jahren im Mittel 128 Minuten TV und 94 Minuten Radio am Tag. Das Lesen von Printmedien, das heisst Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, nimmt täglich durchschnittlich 27 Minuten ein.

Das Ausland prägt die Schweizer Senderlandschaft

Der Fernsehkonsum stieg in den letzten drei Jahrzehnten in allen drei grossen Sprachregionen kaum. Jedoch bestehen grosse Differenzen zwischen den einzelnen Sprachregionen: In der Deutschschweiz sehen die Einwohner mit 121 täglich Minuten deutlich weniger fern, als französischsprachige (139 Minuten) und italienischsprachige Schweizer (163 Minuten).

Die Fernsehnutzung wird stark durch die gleichsprachigen Sender des benachbarten Auslands beeinflusst. Die SRG verzeichnet in der Deutschschweiz und der italienischsprachigen Schweiz einen Marktanteil von je 31 Prozent. In der Romandie ist der Anteil mit 27 Prozent am geringsten.

Marktanteile wichtiger Sender in der Schweiz. (Source: BFS)

Deutschschweiz und italienische Schweiz hören gleich viel Radio

Der Radiokonsum in der französischen und deutsprachigen Schweiz nimmt sei 2010 kontinuierlich ab, während die italienischsprachige Schweiz keine grossen Veränderungen aufweist. 2017 konsumierten die italienischsprachigen und deutsprachigen Schweizer mit jeweils circa 100 Minuten täglich etwa gleich viel Radio. In der Welschschweiz hörten die Bewohner 2017 lediglich 79 Minuten Radio.

Ende der 1970er Jahre nahm die Radionutzung in allen drei Sprachregionen zu, am meisten in der Deutschschweiz. Dies ist primär mit der flächendeckenden Einführung der Lokalradioprogramme Mitte der 1980er Jahre zurückzuführen, wie das BFS schreibt. Die Programme der SRG machen in allen vier Sprachregionen rund zwei Drittel der gesamten Radionutzung aus.

Radionutzung nach Altersgruppen und Geschlecht. (Source: BFS)

Italienischsprachige Schweizer lesen am meisten

Die italienische Schweiz liest mit 38 Minuten täglich deutlich mehr als der Landesdurchschnitt. Deutschschweizer lesen mit 25 Minuten pro Tag am wenigsten. Seit den 1980er Jahren sei die Lesedauer mit circa einer halben Stunde weitgehend stabil geblieben. Sei 2005 werden auch die Tagespresse und die Sonntagspresse berücksichtigt, was einen abrupten Anstieg der Auflagen bis 2008 zu Folge hatte. Seither sind sie bis auf das Jahr 2012 jährlich zurückgegangen.

Printmedien in den Sprachregionen. (Source: BFS)

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