GFK-Studie

Goldgräberstimmung im Smarthome-Markt

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In Deutschland sind die Umsätze für Smarthome-Lösungen in die Höhe geschossen. Immer mehr Player stossen auf den Markt. Sie dürfen mit hohen Preisen kalkulieren.

(Quelle: DrAfter123 / iStock.com)
(Quelle: DrAfter123 / iStock.com)

Der Trend zum Smarthome lässt sich auch an der Umsatzentwicklung erkennen. Der Umsatz im deutschen Markt für Smarthome-Lösungen, die sich über das Smartphone oder Tablet steuern lassen, stieg laut GfK-Handelspanel in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres um 10 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro.

Gemäss GfK entwickelt sich der Smarthome-Markt zum Massenmarkt. Neue Lösungen von verschiedenen Herstellern unterschiedlichster Branchen gäben dem Markt in Deutschland Rückenwind.

Vernetzte Unterhaltungselektronik wächst weniger stark

Das verkaufsstärkste Smarthome-Segment ist laut GfK die vernetzte Unterhaltungselektronik mit 4,1 Millionen verkauften smarten Produkten. Das Wachstum in diesem Bereich sei aber geringer als noch im Vorjahr ausgefallen, als GfK erstmals Daten für den Markt für Smarthome-Lösungen erhob.

Den zweitgrössten Bereich in der Sparte Smarthome-Lösungen machen Communication & Control Devices aus. Rund 1,2 Millionen solcher smarter Steckdosen, Gateways und Smarthome-Steuerungsboxen gingen von Januar bis Oktober 2016 über die Ladentische in Deutschland. Sie sind die Transmitter zwischen den Smarthome-Sensoren und dem Internetrouter.

Grosse und kleine Haushaltsgeräte müssen vernetzt sein

Erfreulich verlief die Entwicklung im Bereich vernetzter Haushaltsgrossgeräte. Im Vergleich zum Vorjahr registrierte GfK nahezu eine Verdoppelung des Umsatzes auf 145 Millionen Euro für smarte Waschmaschinen, Kühlschränke und weitere schlaue Haushaltsgrossgeräte.

Ebenfalls beliebt sind schlaue kleine Geräte für den Haushalt. Das Umsatzvolumen für vernetzte Haushaltskleingeräte verdoppelte sich auch beinahe im Vergleich zum Vorjahr auf 122 Millionen Euro. Insbesondere intelligente Staubsauger und Espressovollautomaten hätten auch aufgrund einer hohen Verfügbarkeit einen erheblichen Umsatzanstieg auf 9 beziehungsweise 26 Millionen Euro verzeichnet.

Fast dreimal höhere Preise für Smarthome-Produkte

Das Segment Automation & Security konnte ebenfalls dynamisch um 67 Prozent wachsen. Das Segment ist mit 0,7 Millionen verkauften Geräten das drittwichtigste im Markt. Gefragt gewesen seien insbesondere Überwachungskameras und LED-Lampen mit einem Umsatzvolumen von 71 beziehungsweise 8,6 Millionen Euro. Doch auch vernetzte Rauchmelder, Wassersensoren oder Kohlemonoxid-Sensoren hätten Umsatzanstiege um mehr als 100 Prozent verzeichnet.

Die Anzahl Marken im Security-Bereich fürs Smarthome erhöhte sich laut GfK von 147 auf 176. Das ist angesichts der hohen Preise für ein vernetztes Produkt verständlich. In der Produktkategorie der Alarmsensoren liege der Durchschnittspreis für ein traditionelles Gerät bei 12 Euro, für das vernetzte Gerät bezahle der Kunde im Durchschnitt 33 Euro.

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