VR-Technik im Vergleich

So gelingt der Ausflug in virtuelle Welten

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Dieses Jahr sind verschiedene Virtual-Reality-Headsets am Markt erschienen. Je nach Bedarf können Interessierte für das virtuelle Vergnügen zwischen 20 Franken und über 1000 Franken ausgeben. Eine Übersicht.

Virtual Reality (VR) ist ein Trend. Manche sehen darin gar die Zukunft des Gamings. Dieses Jahr sind verschiedene Virtual-Reality-Headsets auf dem Markt erschienen: Playstation VR von Sony, die Oculus Rift von Facebook, die Vive von HTC und Daydream von Google.

Die Vielfalt der Modelle und Technologien wächst. Die Redaktion bietet deshalb eine Übersicht, ohne Rücksicht auf Vollständigkeit.

Für Einsteiger - Google Cardboard

Die billigste und einfachste Möglichkeit ein Gefühl für Virtual Reality zu bekommen, bietet Googles Cardboard. Anwender benötigen nur ihr Smartphone und ein wenig Kleingeld. Denn Googles Karton-Headset kann für rund 10 Franken bestellen.

Nachdem der Käufer das Headset zusammengesteckt hat, muss er nur noch ein Smartphone hineinschieben und das Cardboard mit dem Handy vor die Augen halten. Dann kann er etwa Videos in 3D betrachten.

Google liefert mit der Cardboard-App und Beispielen in Streetview erste Eindrücke von den Möglichkeiten der VR-Technik. Mit der App VR-Flight wiederum können Cardboard-Nutzer nur mit Hilfe von Kopfbewegungen ein Flugzeug in einer virtuellen Welt steuern.

Für Anfänger - Gear VR

Samsung Gear VR und Google Daydream verfolgen ein ähnliches Konzept. Bei beiden Systemen benötigt es ein Smartphone. Das Headset besteht nicht aus Karton, sondern aus einem hochwertigen Kunststoffgehäuse.

Dieses ist gepolstert und Benutzer können verschiedene Dinge einstellen, wie etwa den Augenabstand zum dargestellten Bild. Ausserdem lässt sich das Smartphone auch bedienen, wenn es sich im Headset befindet. Das ist beim Google Cardboard kaum möglich. Bei der Gear VR hingegen befinden sich aussen einige Tasten für die Steuerung. Bei Google Daydream soll eine kleine Fernbedienung Anwendern helfen.

Google Daydream ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht verfügbar. Die Gear VR kann dafür bei verschiedenen Onlineshops ab 69 Franken bestellt werden. Allerdings benötigt man ein Samsung Galaxy S6 oder S7 um es zu benutzen. Die VR-Erfahrung ist mit Gear VR dank schärferem Bild und einfacher Bedienung besser als mit dem Cardboard.

Für Consoleros - Playstation VR

Playstation VR ist das erste Gerät, das ein richtiges Eintauchen (Experten sprechen auch von Immersion) in die virtuelle Welt erlaubt. Der Benutzer muss hierfür sein VR-Headset an eine Playstation 4 oder Playstation 4 Pro anschliessen. Zusätzlich benötigt er noch passende Spiele. Dann kann es losgehen. Der Hersteller emfpiehlt Spielern eine Kamera und die sogenannten Move Controller dazuzukaufen.

Diese ermöglichen die Interaktion im virtuellen Raum. Mit ihnen kann der Spieler in der virtuellen Welt herumlaufen und sich in ihr umschauen. Die Move Controller kann er im Spiel wie Hände verwenden.

Dieses Spieleerlebnis hat seinen Preis. Das Headset mit Kamera und Controller kosten in der Schweiz etwa ab 650 Franken aufwärts. Dennoch ist die Playstation VR bei einigen Anbietern bereits ausverkauft.

Für Profis - HTC Vive und Oculus Rift

Die Oculus Rift und die HTC Vive bieten momentan die besten VR-Erlebnisse. Die beiden VR-Geräte unterscheiden sich nur geringfügig. Die Bildqualität ist etwa gleich. Die HTC Vive ist eher für sogenannte Room-Scale-Spiele ausgelegt. Das bedeutet, dass der Spieler sich im Raum bewegen muss und in allen Richtungen aktiv sein kann.

Hierzu bietet HTC zwei Vive-Controller, mit denen der Spieler im virtuellen Raum interagieren kann. Die Oculus Rift ist eher für Spiele im sitzen ausgelegt.

Oculus liefert sein Headset mit einem Controller für die Spielekonsole Xbox One aus. Mittlerweile sind auch die sogenannten Touch Controller im Handel, die gleich funktionieren wie jene der HTC Vive.

Allerdings ist die Oculus nicht im selben Masse für Room Scale Gaming geeignet, da man für ein gelungenes Spiele-Erlebnis stets in die gleiche Richtung schauen sollte.

Die Headsets unterscheiden sich auch im Spiele-Angebot. Die meisten Games sind nur für eine Plattform verfügbar. Oculus hat komplexe Spiele im Angebot, während die Vive ein grösseres Angebot an Titeln bietet.

Die HTC Vive ist in der Schweiz ab etwa 900 Franken erhältlich. Die Oculus Rift kostet etwa 700 Franken. Die dazu empfohlenen Touch-Controller kosten 270 Franken und sind momentan noch nicht in Schweizer Onlineshops erhältlich.

Doch das ist noch nicht alles. Beide VR-Headsets setzen Computer mit viel Leistung voraus. Beide Anbieter bieten auf der Website ein Tool an. Dieses testet, ob der eigene PC bereit ist für einen Ausflug in virtuelle Welten.

Webcode
DPF8_19284

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