Kabelloses Laden

CES: Die Allianz der Allianzen

Uhr | Aktualisiert
von Coen Kaat

An der International CES in Las Vegas haben sich zwischen den Produktneuheiten zwei konkurrierende Anbieter von kabellosen Ladestationen gefunden. Zudem verkündet Blackberry die Absicht, ins Internet der Dinge einzusteigen.

Las Vegas ist diese Woche der Mittelpunkt der CE-Branche. An der International CES 2015 zeigen Hersteller, worauf die Kunden sich freuen dürfen. Der Event blickt mittlerweile auf eine bald 50-jährige Geschichte zurück und wartet auch dieses Jahr wieder mit spannenden Produktinnovationen auf.

Vernetzte Radios von Grundig

Grundig etwa präsentierte das neue Bluetooth-Lautsprechersystem GSB 600 und drei neue Radios. Die Internetradios Cosmopolit 4 Web DAB Plus und Cosmopolit 8 Web DAB Plus sowie das Küchenradio Sonoclock 895 Web DAB Plus sollen die Heimvernetzung vorantreiben, teilt das Unternehmen mit.

So empfangen die drei Geräte nicht nur die gewohnten Radiofrequenzen über UKW, sondern auch den digitalen Standard DAB Plus sowie Internetradio über LAN oder WLAN. Die Geräte seien zudem Spotify-zertifiziert, sagt Marc Azad, Director Product Marketing & Quality bei Grundig.

10'000 Stunden Filmvergnügen

Viewsonic erweiterte an der CES währenddessen seine Projektorenfamilie Lightstream um die neue PJD5-Serie. Die neuen Modelle würden sich für das Klassenzimmer, das Büro und auch für das Wohnzimmer eignen, teilt der Hersteller mit.

Mit einer Leuchtkraft von bis zu 3300 Lumen und einem dargestellten Kontrast von 15'000:1 seien die projektierten Bilder auch in Räumen mit schlechter Umgebungslichtanpassung scharf und klar. Mit Funktionen wie Smart on/off will der Hersteller zudem die Lebensdauer der Lampe auf bis zu 10'000 Stunden erhöht haben.

Eine kabellose Allianz der Allianzen

An der CES werden nicht nur Neuheiten präsentiert, es werden auch Neuheiten geschaffen. Bisher haben drei miteinander konkurrierenden Industriegruppen die Entwicklung kabelloser Ladestationen vorangetrieben, wie Pressetext berichtet. Zwei dieser Gruppen haben an der diesjährigen CES eine Kooperations-Vereinbarung unterzeichnet.

In einer gemeinsamen Organisation wollen die Power Matters Alliance und die Alliance for Wireless Power nun einen einheitlichen Standard entwickeln. Noch hat diese Allianz der Allianzen keinen offiziellen Namen. Durch die Alliance for Wireless Power ist auch Dell mit von der Partie.

Blackberry will ins Internet der Dinge

Neben Neuheiten ist der Event auch eine Bühne für die grossen Namen grosser Unternehmen. So nutzte etwa Sandeep Chennakeshu, der President von Blackberrys Technology-Solutions-Abteilung, die Aufmerksamkeit am CES um den Eintritt des Unternehmens in das Internet-of-Things-Geschäft bekannt zu geben.

"Wir besitzen bereits jede Komponente der gesamten Kette", wird Chennakeshu von Cnet.com zitiert. Damit spricht er wohl unter anderem das Blackberry-Unternehmen QNX Software Systems an. Die vorgestellte IoT-Plattform verbinde nämlich QNX-Technology mit Blackberrys Netzwerk-Infrastructure, teilt das Unternehmen mit.

Lenovo will das Mobile-Geschäft erobern

Yang Yuanqing, CEO von Lenovo, nutzte hingegen die Gunst der Stunde für eine Kampfansage. Gegenüber dem chinesischen Nachrichtenportal Sina verkündete er, dass sein Unternehmen als globale Nummer drei im Smartphone-Geschäft das wettbewerbsfähigste sei. Gerade die Übernahme von Motorola hätte hierzu beigetragen. Die ganze Welt, wird Yang zitiert, sei der nächste Schritt.

Momentan mache das PC-Geschäft zwar noch 80 Prozent des Umsatzes aus. Dies solle sich aber ändern. Unter anderem durch die Übernahme von IBMs x86-Serversparte soll der Anteil der Geschäftsbereiche Business und Mobile auf 40 Prozent steigen.

Dem Smart-Home stinkts an der CES

Ein eindeutiger Trend der diesjährigen CES sind Smart Homes. Bloomberg wollte den Ausstellern gleich auf den Zahn fühlen. So sollte etwa Lars Felber, Mediensprecher für Elgato Systems, die Luftqualität im Ausstellungsraum mit den vorgestellten Smart-Home-Sensoren messen.

Das Ergebnis dürfte Hersteller von Luftreinigern hellhörig machen. „Die Luftqualität ist recht mies,“ wird Felber von Bloomberg zitiert. Würden man die gleichen Werte im eigenen Heim messen, rate Felber zum Durchlüften.

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