Kaffeemaschine für den Arbeitsplatz

Hands-on: Jura WE8

Uhr
von Coen Kaat

Jura hat die WE8 speziell für die Verwendung am Arbeitsplatz entwickelt. Die Redaktion machte den Test. Hält die Maschine den ­Anforderungen im Büroalltag stand?

Kompakt, in schlichtem Schwarz mit Highlights in Chrom: Juras WE8 ist ein ­Hingucker am Arbeitsplatz. (Source: Netzmedien)
Kompakt, in schlichtem Schwarz mit Highlights in Chrom: Juras WE8 ist ein ­Hingucker am Arbeitsplatz. (Source: Netzmedien)

Mit der WE8 verspricht Hersteller Jura die "ultimative Kaffeelösung für den Arbeitsplatz". Die Maschine wurde für den Einsatz in Büros, Geschäftsräumen, Ladenlokalen oder bei Grossfamilien konzipiert. Dem Klischee des koffeinsüchtigen Journalisten gerecht werdend, hat die Redaktion die Maschine auf die Probe gestellt.

Erster Test: Produziert sie Kaffee? Ja! Die Redaktion war zufrieden. Nach einigen Tassen – und voller neuer Energie – warf die Redaktion aber einen genaueren Blick auf das Gerät. Denn es hat noch viel mehr zu bieten.

Jura hält die Maschine in schlichtem Schwarz mit Highlights in Chrom. Dies verleiht der Maschine eine edle Ästhetik. Schade nur, dass diese so kurz währt. Bereits nach den ersten Tassen Kaffee trübten Spritzwasserflecken und Fingerabdrücke die spiegelnde und verchromte Idylle.

Die WE8 ist kein Winzling, knapp 30 Zentimeter breit und fast 42 hoch. Zudem wiegt sie 10 Kilogramm. Mit einer Tiefe von rund 44 Zentimetern bleibt sie aber relativ kompakt. Dies erleichtert es, im Büro einen Platz für sie zu finden.

Grosses Volumen für viel Kaffee

Die Auswahl des gewünschten Kaffees geschieht über ein rund 7,5 Zentimeter gros­ses TFT-Farbdisplay. Über Piktogramme und Text findet der Nutzer rasch seinen gewünschten Kaffee. Die Standardoptionen der Maschine sind: Espresso, Kaffee, Cappuccino, Ristretto, Flat White, Latte Macchiato sowie Heisswasser und eine Milchportion.

Der Wassertank fasst drei Liter. Der Bohnenbehälter 500 Gramm. Beide lassen sich, wie das Display, von vorne bedienen – der Hersteller spricht denn auch von einer "frontalen Bedienphilosophie". Zusammen mit der kompakten Grösse hält dies den Platzbedarf der Maschine gering. Da man nicht um die Maschine herum fassen muss, wenn man etwa Wasser nachfüllen will.

Das hohe Fassungsvolumen des Wassertanks, Bohnenbehälters, Kaffeesatzbehälters und der Restwasserschale fielen im Test besonders positiv auf. Trotz reger Verwendung mussten diese in der Regel nur ein Mal pro Tag gefüllt beziehungsweise geleert werden. Dieses kleine Bisschen an täglicher Wartung ist jedoch unabdingbar. 

Kaffee aus der Ferne

Das Display unterstützt keine Touch-Bedienung. Stattdessen verfügt sie über mechanische Tasten. Als Alternative bietet Jura kostenlose iOS- und Android-Apps an. Mit diesen kann der Nutzer einen Kaffee bestellen, sehen, wie lange die Maschine dafür noch braucht oder Wartungsinformationen abrufen. Obwohl Jura die Maschine für Grossraumbüros entwarf, kann immer nur ein Smartphone zugleich mit der WE8 kommunizieren. Deswegen – und weil die App noch keine Tasse unter die Maschine stellen kann – ging die App im Test schnell vergessen. Wer Kaffee wollte, pilgerte auf traditionelle Weise zur Maschine.

Optional zur Maschine erhältlich bietet Hersteller Jura zwei Accessoires: eine Kühleinheit für Milch und ein Ablagefach mit Tassenwärmer. Dank der Kühleinheit kann der Milchbehälter an der Maschine angeschlossen bleiben und muss nicht nach Gebrauch in den Kühlschrank verbannt werden.

Fazit

Jura verspricht eine Kaffeemaschine für den Arbeitsplatz. Die WE8 hält dieses Versprechen. Unter anderem dank des grossen Wassertanks und der tiefen Restwasserschale. Die Bedienung per App ist zwar zunächst eine nette Spielerei. Sie verliert jedoch rasch ihren Reiz. Der WE8 schadet dies jedoch nicht, da die kompakte Maschine über eine simple und intuitive Bedienung verfügt.

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9685

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