IWC mit Technologie von Portl

Schweizer Uhrmacher schickt CEO per Hologramm nach Asien

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Das Unternehmen Portl hat eine Technologie entwickelt, die Echtzeit-Hologramme ermöglicht. Zum Einsatz kam die "Holoport"-Technologie auf einer Uhrenmesse in Asien. Der Schweizer Hersteller IWC projizierte seinen CEO auf die Messe in Shanghai.

SInd Hologramme die Zukunft unserer Kommunikation? (Source: sellingpix / Fotolia.com)
SInd Hologramme die Zukunft unserer Kommunikation? (Source: sellingpix / Fotolia.com)

Christoph Grainger-Herr steht im Hauptquartier von IWC Schaffhausen. Gleichzeitig spricht sein lebensgrosses Hologramm an einer Uhrenmesse in Shanghai. Es klingt wie eine Szene aus Star Wars - ist jedoch völlig real, ermöglicht durch Technologie des Unternehmens Portl. In 3D projizierte dieses den CEO von IWC sowie den legendären Uhrmacher Kurt Klaus auf ein 4k Ultra-HD Digital Signage-Display auf dem Messestand in China, wie "Invidis" berichtet.

Die beiden, oder besser gesagt ihre Hologramme, stellten dort nicht nur die neue Kollektion der Firma vor, sondern interagierten in Echtzeit mit dem Publikum beantworteten Fragen. Am Hauptsitz von IWC standen dafür lediglich ein Greenscreen, ein Mikrofon und eine Kamera.

Erstmals kam die sogenannte Holoport-Technologie von Portl dabei über eine solche Distanz zum Einsatz. Die Funktion der Technologie schildert ihr Erfinder David Nussbaum im Video:

David Nussbaum präsentiert Portls HoloPortation-Technologie.

Bekannt sind Hologramme in erster Linie aus Science-Fiction-Filmen, eben vor allem aus dem Star-Wars-Franchise. Zum ersten Mal kamen Echtzeit-Hologramme im Film "Das Imperium schlägt zurück" zwischen Darth Vader und General Veers zum Einsatz. Ein weiterer prominenter Einsatz von Holo-Technologie ist der "Auftritt" des verstorbenen Rappers Tupac Shakur auf dem Coachella-Festival in den USA 2012.

Durch die Covid-Pandemie haben Unternehmen weltweit gelernt, auf die physische Präsenz ihrer Angestellten zu verzichten. Im Rahmen einer Studie der Universität St. Gallen gab der Grossteil der befragten Schweizer Unternehmen an, die Geschäftsflugreisen ihrer Mitarbeitenden nach der Krise zugunsten von Technologie-Lösungen stark einschränken zu wollen - mehr dazu lesen Sie hier. Vielleicht sind Homeoffice, Distance Learning und Zoom-Calls jedoch lediglich die Vorboten des Hologramm-Zeitalters.

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DPF8_215005

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