Kruste statt Energie

Warum Batterien auslaufen und wie man vorbeugen kann

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von Leslie Haeny und cka

Wer ein Gerät über längere Zeit nicht benutzt, läuft Gefahr, dass Batterien auslaufen. Dabei gibt es einige einfach Tricks, mit denen Nutzerinnen und Nutzer dem Auslaufen vorbeugen können.

(Source: planet_fox / Pixabay)
(Source: planet_fox / Pixabay)

Im Batteriefach lange nicht mehr gebrauchter Geräte, findet sich häufig eine krustige Masse. Die Batterien sind ausgelaufen. Einige Hersteller versprechen bei ihren Batterien laut "SRF" einen Auslaufschutz. "Einen solchen Auslaufschutz will jeder Hersteller bieten. Es kommt darauf an, wie seriös er arbeitet. Dabei spielt auch der Preis der Batterie eine Rolle", zitiert "SRF" den Batterien-Spezialisten Rolf Zinniker. Zinniker forschte über 30 Jahre am Institut für Elektronik der ETH Zürich zu Themen rund um Batterien und Akkus. Laut dem Spezialisten kann jede Batterie früher oder später auslaufen, egal wie gut Material und die Verarbeitung auch sind.

Die beste Methode, die krustige Überraschung zu vermeiden, ist leere Batterien aus dem Gerät zu entfernen. Wird ein Gerät länger nicht genutzt, sollten Nutzende die Batterien sowieso herausnehmen. Auch wenn diese noch nicht komplett entladen sind. Die halbentladenen Batterien sollte man an einem kühlen, dunklen Ort aufbewahren.

Batterien nicht mischen

Auch Batteriehersteller geben einige Tipps, wie Geräte und Batterien länger leben. So rät Panasonic dazu, Geräte auszuschalten, sobald man sie nicht mehr benötigt. So werde verhindert, dass sich die Batterien unbemerkt entladen und dann früher oder später auslaufen. Ein weiterer Tipp des Herstellers: Keine teilweise entladenen mit neuen Batterien mischen. Die älteren Batterien könnten die neuen so sehr entladen, dass eine Tiefenentladung entsteht. Auch falsches Einlegen könne dazu führen, dass Batterien auslaufen.

Ist die Batterie einmal ausgelaufen, hilft nur noch Essig. (Source Túrelio via Wikimedia-Commons, 2009)

Falls doch einmal ein Malheur passiert, rät "SRF" dazu, das Batteriefach mit einem Wattestäbchen zu reinigen. Am besten tauche man es zuvor in Koch- oder Putzessig. "Achtung: Batterieflüssigkeit ist giftig und darf nie in Kontakt mit den Augen kommen", warnt "SRF" zudem.

Die Tiefenentladung ist Schuld

Grund für das Auslaufen der Batterien ist die sogenannte Tiefenentladung. Tiefentladung bedeutet laut Spezialist Zinniker, dass die Spannung unter einen gewissen Wert fällt. Jede Batterie habe Sollbruchstellen in der Umhüllung. Je nach dem, wie sorgfältig und dicht die Verarbeitung des Materials sei, dringe bei den einen früher, bei anderen später giftige Flüssigkeit aus. "Das ist genau gleich wie mit einer Kaffeekanne aus Metall. Früher oder später beginnt sie zu rosten. Das ist Korrosion", zitiert "SRF" Zinniker.

Leere Batterien und Akkus von alten Elektrogeräten werden oft in Schubladen oder im Keller aufbewahrt. Dabei sind darin wichtige Bestandteile wie Nickel, Mangan, Kobalt, Kupfer und Lithium enthalten. Mehr zum Thema lesen Sie hier.

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