E-Commerce-Studie von Wunderman Thompson

Onlineshopping gehört zum Alltag in der Schweiz

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von Redaktion Werbewoche

Die aktuellste Ausgabe der E-Commerce-Studie von Wunderman Thompson Switzerland gibt Einblick in das digitale Einkaufsverhalten der Schweizerinnen und Schweizer und zeigt die neuesten Trends auf.

(Source: Lightcome / iStock.com)
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Wie verhalten sich Schweizerinnen und Schweizer beim Onlineshopping? Dieser Frage geht die aktuelle E-Commerce-Studie von Wunderman Thompson auf den Grund.

Der Studie zufolge geht mittlerweile rund ein Drittel der Befragten wöchentlich online shoppen, wobei Männer im Schnitt eine höhere Frequenz zeigen. Treiber des digitalen Konsums ist vor allem die "Convenience", die mit Onlineshopping verbunden ist: Die Heimlieferung der Produkte ist der Hauptgrund für den Einkauf online, dicht gefolgt von der Tatsache, dass 24 Stunden täglich eingekauft werden kann und somit keine Bindung an Ladenöffnungszeiten herrscht. Ein weiterer Vorteil ist die einfache Vergleichbarkeit von Produkten und Preisen.

(Source: Wunderman Thompson)

Die Älteren sind pragmatisch, die Jüngeren ästhetisch

Wenn Schweizerinnen und Schweizer auf einen neuen Onlineshop treffen, achten sie am meisten auf das Angebot unterschiedlicher Zahlungsmöglichkeiten und auch darauf, ob die Website als sicher angezeigt wird. Junge Onlineshopper (14-24 Jahre) hingegen achten am meisten auf eine optisch ansprechende und vertrauenswürdige Erscheinung. Onlineshops müssen entsprechend den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Zielgruppen Rechnung tragen.

(Source: Wunderman Thompson)

Wo und wie online gekauft wird

Das Smartphone lassen wir zwar nie aus den Augen, aber shoppen tun wir immer noch hauptsächlich über den Computer oder Laptop, und das am liebsten von zuhause aus. Doch das könnte sich bereits bald ändern: Jede fünfte Person plant in Zukunft öfter via Smartphone einzukaufen. Als momentane Hindernisse für das Einkaufen übers Smartphone werden die kleinen Bildschirme sowie die umständliche Bedienung der Shops genannt. Beides Kriterien, auf die technologische Antworten gefunden werden können in nächster Zeit (zum Beispiel Responsive Webdesign).

Pro Minute geben Schweizerinnen und Schweizer fast 200'000 Franken in Onlineshops aus. Zu diesem Schluss kam eine Studie von Carpathia und Handelsverband.swiss. Mehr dazu können Sie hier nachlesen.

(Source: Wunderman Thompson)

Jetzt geht’s App

Im Schnitt nutzen rund zwei von drei Personen Shopping-Apps auf ihrem Smartphone. In der jüngsten Zielgruppe (14-24 Jahre) sind es sogar drei Viertel. Somit können sich Apps als vielversprechender Vertriebskanal für digitale Unternehmen erweisen. Die Top 5 der meistgenutzten Shopping-Apps der Schweiz sind Zalando, SBB, Wish, Amazon und Aliexpress.

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Multioptionale Wege – Customer Journeys in Zeiten des E-Commerce

Um die Customer Journey zu analysieren, wurden Informationssuche und Kauf für unterschiedliche Produkt- und Servicekategorien abgefragt. Bereits bei der Informationssuche zeigen sich grosse Unterschiede zwischen den einzelnen Kategorien: So werden beispielsweise Informationen zu Flugtickets oder Eventtickets vorwiegend online gesucht, Informationen zu Lebensmitteln und Medikamenten hingegen vorwiegend offline.

In einem zweiten Schritt wird der Kanal des Kaufs miteinbezogen. Dabei zeigt sich klar, dass die Grenze zwischen off- und online verschwimmt und die Customer Journey zunehmend hybrid wird. Selbst bei online-dominierten Kategorien wie zum Beispiel Flugtickets. 72 Prozent der Personen, welche Flugtickets kaufen, informieren sich im Vorfeld online, wovon 85 Prozent die Tickets auch online kaufen. Im Gesamten sind es aber lediglich 59 Prozent, die einen reinen Onlineweg gehen.

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Wie Covid-19 den Schweizer E-Commerce katalysiert

Ein Drittel der Menschen haben durch Covid-19 ihr Onlineshopping verändert. Kleider und Schuhe waren während dem Lockdown die beliebteste Shoppingkategorie. Und manchmal bestätigen sich Stereotype: Frauen kauften doppelt so viel in dieser Kategorie als Männer. Wie nachhaltig die Zunahme im Onlineshopping nach der Covid-19-Pandemie sein wird, muss sich noch zeigen. Allerdings planen 38 Prozent der Befragten ihr Onlineshopping-Verhalten während des Lockdowns auch in Zukunft beizubehalten oder sogar noch vermehrt online einzukaufen. Andere internationale Studien sehen hier, vor allem für das Weihnachtsgeschäft, ein grosses Potenzial für Retailer.

(Source: Wunderman Thompson)

Dieser Beitrag erschien zuerst auf Werbewoche.ch.

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