Projekt von EWZ und Swisscom

90 Prozent der Stadt Zürich hängen am Glasfasernetz

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Der Bau des Zürcher Glasfasernetzes ist abgeschlossen. Im Rahmen des vorgesehenen Kredits wurden 54'000 Haushalte mehr erschlossen als ursprünglich geplant. Auch mit dem Marktanteil des Netzes sind die Betreiber zufrieden.

(Source: Tim Friedrich / Fotolia.com)
(Source: Tim Friedrich / Fotolia.com)

Das Zürcher Glasfasernetz ist fertig gebaut. Wie die Stadt Zürich mitteilt, sind 39'000 Liegenschaften - 272'800 Privathaushalte, Büro- und Gewerbebetriebe – ans "Zürinet" angeschlossen. Dies seien 54'000 Anschlüsse mehr als 2012 geplant. "Wir sind stolz, eines der komplexesten Projekte in der Geschichte von EWZ termingenau, unfallfrei und innerhalb des Kredits von 400 Millionen Franken ausgeführt zu haben", wird EWZ-Direktor Marcel Frei zitiert.

Noch sind jedoch noch nicht sämtliche Stadtzürcher Liegenschaften ans Glasfasernetz von EWZ und Swisscom angeschlossen, sondern lediglich etwa 90 Prozent, heisst es in der Mitteilung. Wie das EWZ auf Anfrage im vergangenen September erklärte, strebe man eine 100-prozentige Erschliessung in den kommenden fünf Jahren an. Voraussetzung sei, dass die Eigentümer dem Anschluss zustimmen und er baulich realisiert werden könne.

Netz wird öfter genutzt als erwartet

Seit Januar 2020 müssen sich Grundeigentümer finanziell an der Glasfasererschliessung beteiligen. Wie das EWZ in der Mitteilung schreibt, betragen die Kosten pauschal 2500 Franken pro Gebäude, und pro Nutzungseinheit 100 Franken.

Wie viele Glasfaseranschlüsse indes wirklich genutzt werden, gibt das EWZ nicht bekannt. Man sei aber zufrieden mit der Auslastung des Netzes: "Bei der Volksabstimmung im Jahr 2012 gingen wir davon aus, dass der Marktanteil über 30 Jahre langsam auf 14 Prozent anwachsen wird. Diese Schwelle wurde bereits Ende 2018 erreicht und beträgt heute in einigen Quartieren sogar über 20 Prozent", sagt EWZ-Direktor Frei dazu.

Derzeit bieten 13 Serviceprovider ihre Dienste über das "Zürinet" an. Im August 2019 kritisierte der Preisüberwacher das Zürcher Glasfasernetz. Die Kosten für Anbieter seien zu hoch und die Wettbewerbsfähigkeit gehe verloren, wie Sie hier lesen können.

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