Globale Studie

Weltweite Smartphone-Nutzung: User sind jung, gebildet und reich

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Das Pew Research Center hat eine Studie zur weltweiten Nutzung von Mobiltechnologie durchgeführt. Zwischen Industrienationen und Entwicklungs- und Schwellenländern zeigen sich deutliche Unterschiede. Faktoren wie Alter, Einkommen und Bildung spielen ebenfalls eine wichtige Rolle.

Die Nutzung von Mobiltechnologie hat rund um den Globus zugelegt. Zu diesem Schluss kommt das Pew Research Center in einer Studie zur Nutzung von Handys, Social Media und dem Internet allgemein. Gemäss der Forschungseinrichtung besitzen fünf Milliarden Menschen weltweit ein Handy. Mehr als die Hälfte der Geräte seien Smartphones. Je nach Land gebe es aber deutliche Unterschiede.

In Industrienationen seien Handys viel stärker verbreitet als in Entwicklungs- und Schwellenländern, schreibt das Research Center. In Ländern wie Südkorea, Israel, Italien oder Griechenland besässen im Schnitt 76 Prozent der Bevölkerung ein Smartphone. In Südafrika, Brasilien, Nigeria oder Indien läge der Wert bei rund 45 Prozent. Dafür seien normale Handys fast doppelt so stark verbreitet in Schwellen- und Entwicklungsländern. Mit einer starken Verbreitung von Smartphones gehe auch eine intensivere Nutzung von Social Media einher.

Jedoch gebe es zwischen den Industrienationen Unterschiede im Nutzungsverhalten. Während in Korea, Israel und Holland beinahe neun von zehn Befragten ein Smartphone haben, seien es in Griechenland, Russland und Polen nur sechs von zehn Personen. Dafür sei in den letzten drei Nationen die Durchdringung von normalen Handys stärker ausgeprägt.

(Source: Pew Research Center)

Alter, Einkommen und Bildung als entscheidende Kriterien

Junge, gut ausgebildete Menschen mit hohem Einkommen besitzen gemäss Pew Research Center mit grosser Wahrscheinlichkeit ein Smartphone. In Entwicklungs- und Schwellenländern täten sich besonders bei den Altersgruppen deutliche Unterschiede auf. Über die letzten Jahre habe sich der Gap auch weiter vergrössert, da die Mobiltechnik die jüngere Bevölkerungsschicht schneller durchdringe als die ältere. In Industrieländern hätten sich die Unterschiede zwischen den Altersgruppen seit 2015 jedoch verringert.

Beim Einkommen zeige sich ein ähnliches Bild. In Nigeria beispielsweise würden rund 58 Prozent der gut ausgebildeten Bevölkerung Social Media nutzen. Bei Nigerianern mit schlechterer Ausbildung läge der Wert bei 10 Prozent. In Industrienationen täten sich bei unterschiedlichen Einkommensgruppen zwar auch Gräben auf. Jedoch sind sie laut Pew Research Center weit weniger tief als in Entwicklungs- und Schwellenländern.

Gendergap bleibt konstant

Die Unterschiede in der Nutzung von Mobiltechnologie zwischen Mann und Frau seien konstant geblieben. Das Geschlecht habe jedoch einen geringeren Einfluss als Einkommen, Alter und Bildung. Den grössten Gendergap weise Indien auf. Rund ein Drittel der Inder besitzt laut Pew Research Center ein Smartphone. Bei den Frauen läge der Wert bei rund 15 Prozent. In Japan beispielsweise sei der Unterschied viel kleiner. 69 Prozent der Japaner und 63 Prozent der Japanerinnen besässen ein Smartphone. In vielen Ländern befände sich der Gendergap wie in Japan im einstelligen Prozentbereich.

Im Jahr 2018 setzte der weltweite Markt rund 1,4 Milliarden Smartphones ab. Vor allem chinesische Marken steigerten ihren Absatz im vergangenen Jahr. Mehr dazu lesen Sie im Artikel "Chinesische Hersteller mischen den Smartphone-Markt auf".

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