World Competitiveness Report

Schweiz rutscht in puncto Wettbewerbsfähigkeit auf vierten Platz ab

Uhr | Aktualisiert

Die Schweiz erreicht in der Konkurrenzfähigkeit den weltweit vierten Platz. In der Studie des World Economic Forums landeten die USA, Singapur und Deutschland vor der Schweiz, die zuvor führend war. Der Global Competitiveness Report 2018 berücksichtigte dabei vor allem die Digitalisierungs-Skills der Länder.

(Source: lucadp / Fotolia.com)
(Source: lucadp / Fotolia.com)

Das World Economic Forum hat seine jährliche Studie zu der globalen Ökonomie und Wettbewerbsfähigkeit der Länder publiziert. Der Global Competitiveness Report 2018 zeigt die prekären Veränderungen und Neuanforderungen durch die vierte industrielle Revolution, ergo die Digitalisierung, auf.

Laut Studie sind die USA, gefolgt von Singapur, Deutschland, der Schweiz und Japan die wettbewerbsfähigsten Länder. Damit stürzt die Schweiz vom Podest, die zuvor neun Jahre hintereinander den Spitzenplatz belegte. Der Absturz im Ranking hängt auch mit einer neuen Erhebungsmethode zusammen, wie 20 Minuten schreibt.

Die Studie legte besonderen Wert auf die Zukunftsausrichtung, das soziale Kapital, Verbreitung von Unternehmen, die sich neuen, disruptiven Ideen widmen und Verschuldung. Die Transformation durch neue digitale Technologien stelle die Unternehmen und Regierungen vor neue Herausforderungen, zukunftssicheres Wachstum und Produktivität seien essentiell. Somit würden Faktoren relevant, die bisher nur eine sekundäre Rolle in der Bewertung der Wirtschaft gespielt hatten, wie Ideengeneration, Unternehmenskultur, Offenheit und Agilität.

Schweiz punktet mit Umlernen von Arbeitenden

Die Studie konzentrierte sich auf 98 Indikatoren, geteilt in 12 Bereiche. Für jeden Indikator wurde ein Wert von 0 bis 100 bestimmt. Die USA erreichte einen durchschnittlichen Indikatorenwert von 85.6, Deutschland 82.8 und die Schweiz dicht gefolgt mit 82.6. Die durchschnittliche Bewertung lag bei 60.

Die Schweiz punktete primär durch die Fähigkeit des Umlernens von Arbeitenden. Im Bereich digitale Kompetenzen fiel Schweden positiv auf. Ein Grund zur Besorgnis sei bei vielen Ländern die relative Schwäche im Umsetzen von Innovationsprozessen, das heisst von der Idee bis zur Produktvermarktung; 103 Länder erzielten lediglich einen Wert unter 50. Deutschland, gefolgt von den USA und der Schweiz erzielten die besten Werte. Gerade in Osteuropa und den Balkanstaaten fehle es den Ländern an Innovationsinfrastrukturen, während Deutschland und die Schweiz den globalen Standard für Innovation definierten.

Wettbewerbsfähigkeit und Bruttoinlandprodukt pro Kopf. (Source: World Economic Forum)

Der Global Competitiveness Index 4.0 werde während 4 Jahrzehnten konzipiert und bestimme die Anzahl an Faktoren, die das ökonomische Level der Produktivität messen. Dieser Wert sei besonders für die Langzeiteinschätzung von Wachstum ausschlaggebend. Die 12 bestimmenden Bereiche dafür seien öffentliche Einrichtungen, Infrastruktur, aktuelle Technologie, makroökonomischer Kontext, Gesundheit, Bildung und Fähigkeiten, Produktmarkt, Arbeitsmarkt, Finanzsystem, Marktgrösse, Unternehmensdynamik und Innovation. Diese sind wiederum in 98 individuelle Indikatoren unterteilt.

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DPF8_111624

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