CE-Ideenfabrik

Netzwerktechnik als Umsatzmotor für den Fachhandel

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An der 4. CE-Ideenfabrik haben CE-Fachhändler mit dem Technologie-Experten Röbi Weiss über Netzwerke diskutiert. Die Bedeutung der Netzwerktechnik für die Unterhaltungselektronik ist immens und bietet viele Chancen für technisch fitte Fachhändler.

(Source: Netzmedien)
(Source: Netzmedien)

Am 30. Oktober hat bei den Netzmedien in Zürich die 4. CE-Ideenfabrik stattgefunden. Das Thema des Weiterbildungsevents lautete "Netzwerktechnik - Wie smarte Unterhaltungselektronik unser Geschäft verändert". 10 CE-Fachhändler lauschten dem Impulsreferat des Technologie-Experten Robert (Röbi) Weiss, der den Bogen von den Anfängen der elektronischen Telekommunikation bis zu den heute verbreiteten Netzwerktechnologien und -protokollen spannte.

Wie immer an den halbtägigen Weiterbildungsseminaren, die "CEtoday" in Zusammenarbeit mit Haeny Management Consulting und GfK Switzerland entwickelt hat, folgte dem Impulsreferat eine moderierte Diskussionsrunde, in der die Fachhändler miteinander analysierten, welchen Einfluss das Thema auf ihre Geschäftstätigkeit hat.

Natürlich bestritt keiner der Anwesenden die Bedeutung und den grossen Einfluss der Netzwerktechnik. Heutzutage sind praktisch alle Unterhaltungselektronikprodukte mit einem Netzwerkanschluss, mit Wlan, ­Bluetooth oder NFC ausgestattet. Die eingesetzten Kommunikationsprotokolle dienen dem Streaming von Audio- und Video-Content aus dem Internet und/oder der Verbindung der verschiedenen Geräte untereinander. Das Einbinden aller Geräte in ein Heimnetzwerk, vielleicht noch in Verbindung mit einem NAS und/oder einem Server, stellt die Fachhändler im Kontakt mit ihren Kunden immer wieder vor Herausforderungen.

Schlechter Kundendienst bei Telkos hilft Fachhandel

Einige der anwesenden Fachhändler bemängelten etwa den Service der grossen Telkos, UPC und Swisscom, deren Kundendienste bei Netzwerkproblemen oft schlecht erreichbar und meist wenig kompetent seien. Das führe dazu, dass sich Endkunden dann beim Fachhandel meldeten und dieser mit seiner Expertise die von Wlan-Routern, Kabelmodems, Set-Top-Boxen und Co. verursachten Probleme lösen müssten. "Das Beste, was uns passieren kann", votierte ein engagierter Fachhändler im Rahmen der CE-Ideenfabrik. Denn so ein Kundenkontakt, bei dem der Fachhandel als kompetenter Problemlöser auftreten könne, sei Gold wert und führe oft zu Folgegeschäften. Durch den direkten Kontakt baue man zu den Kunden ein Vertrauensverhältnis auf, was wichtiger sei, als den billigsten Preis auf toppreise.ch zu haben.

Auch das Smarthome biete gute Geschäftschancen für den Fachhandel, denn es erfordere regelmässige Wartung mit Software- und Hardware-Updates. Einer der Anwesenden erklärte, dass er durch Fernwartung mithilfe von Microsoft Teamviewer von überall auf der Welt per Internet auf die IT-Systeme seiner Kunden zugreifen könne, um bei Problemen zu helfen. Solche Kunden hätten meist ein Service-Abo abgeschlossen, was einen regelmässig wiederkehrenden Umsatzstrom garantiere.

Servicemodelle gegen Margenschwund

Der Übergang vom Hardware-Verkauf zu Abo-Modellen mit wiederkehrenden Einkünften ist ein cleverer Schritt, um in Zeiten schrumpfender Gerätemargen sein Auskommen als Fachhändler zu sichern. Dafür braucht es aber Know-how in IT und Netzwerktechnik.

Der IT-Fachhandel hat diesen Trend schon länger erkannt und positioniert sich nicht nur als Systemintegrator, der seine Dienstleistungen rund um Projektierung, Programmierung und Support weiterverrechnet, sondern auch als sogenannter Managed Service Provider seinen Kunden "schlüsselfertige" IT-Lösungen, wie etwa den "PC-as-a-Service" oder einen "Drucker-as-a-Service" anbietet.

Was spräche dagegen, einen Fernseher als Dienstleistung anzubieten oder gar das Smarthome-as-a-Service zu lancieren?

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