20 Jahre Swico Recycling

Recycling in der Schweiz: eine Erfolgsgeschichte

Uhr | Aktualisiert

Swico Recycling blickt auf eine lange Geschichte zurück. Seit zwei Jahrzehnten setzt sich der Verband für die Entsorgung und das Recycling ausgedienter Elektronik ein. Die Schweiz ist mit Rücklaufquoten von bis zu 95 Prozent weltweit führend.

Am Greenforum 2014 hat Swico Recycling auf die Geschichte der Altgeräteentsorgung in der Schweiz zurückgeblickt. 1994 rief der Verband das Entsorgungskonzept "Swico Recycling Garantie" ins Leben. Erst vier Jahre später verankerte der Bund die Rücknahme und die Entsorgung von Elektroschrott gesetzlich mit der Verordnung über die Rücknahme und die Entsorgung elektronischer Geräte (VREG).

Mobiltelefone werden vergessen oder landen im Abfall

Wie Swico Recycling mitteilt, darf sich die Schweiz nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Es bestehe noch Verbesserungspotenzial. Insbesondere bei Mobiltelefonen liege die Rücklaufquote mit rund 20 Prozent noch viel zu tief. Handys würden nach ihrer Dienstzeit aufgrund ihrer Grösse oft in Schubladen und Schränken vergessen. Oder schlimmer noch: sie landen im Abfall.

Gerade bei Mobiltelefonen ist die Wiederverwertung essenziell. Sie beinhalten ausser einer ganzen Reihe wertvoller Rohstoffe auch Schadstoffe. Durch das Recycling würden natürliche Ressourcen geschont und die Umwelt entlastet.

Gesamtgewicht des zurückgenommen Elektroschrotts sinkt

Auf politischer Seite besteht Handlungsbedarf, schreibt der Verband weiter. Geplante regulatorische Änderungen würden das Erfolgsmodell bedrohen. Im vergangen Sommer legte das Bundesamt für Umwelt einen Entwurf zu Revision der Rücknahme-Verordnung VREG vor. Zentraler Punkt sei dabei die Einführung eines Bundesobligatoriums als Konkurrenz, statt als Ergänzung zu den bisherigen Systemen.

Seit der Gründung von Swico Recycling nahm das Gesamtgewicht des zurückgenommenen Elektroschrotts zu. Im Jubiläumsjahr machte sich nun erstmals der Technologiewandel bei den Geräten im Recycling bemerkbar. Die Stückzahlen steigen zwar weiterhin, doch das Gesamtgewicht fiel zuletzt kleiner aus. Es ging im Vergleich zum Vorjahr von 61'295 Tonnen auf 55'304 Tonnen zurück.

Als Grund nennt der Verband die Umverteilung bei Flach- und Röhrenbildschirmen. Brachten Schweizer 2012 noch knapp 900'000 Röhrenbildschirme zurück, waren es im vergangenen Jahr nur rund 600'000. Dabei stieg Stückzahl von Flachbildschirmen zeitgleich um 30 Prozent auf 603'000. Swico Recycling rechnet damit, dass dieser Trend anhalten wird.

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