Intelligente Kontaktlinsen

Novartis und Google fassen Zusammenarbeit ins Auge

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Novartis und Google haben ein Abkommen unterzeichnet. Dieses erlaubt Novartis, Googles Kontaktlinsen-Technologie für augenmedizinische Zwecke weiterzuentwickeln und zu kommerzialisieren.

Nach dem Entertainment-Markt will Google nun auch das Gesundheitswesen erobern. Dazu hat der Internetkonzern eine Vereinbarung zur Nutzung seiner Kontaktlinsen-Technologie mit der Novartis-Tochter Alcon getroffen, teilte Novartis heute Dienstag mit. Ziel des Abkommens sei die Lizenzierung von Googles "Smart lens"-Technologie für alle augenmedizinischen Zwecke. Die Vereinbarung soll es Alcon ermöglichen, die Technologie weiter zu entwickeln und zu kommerzialisieren. Novartis gab keine finanziellen Details zum Abkommen preis. Die Transaktion stehe unter dem Vorbehalt kartellrechtlicher Genehmigungen, heisst es in der Mitteilung.

Ein wichtiger Schritt für Novartis

Das Basler Pharmakonzern bezeichnet das Abkommen mit Google als einen wichtigen Schritt, um Technologie zur Behandlung von menschlichen Erkrankungen zu etablieren. Googles Forschritte im Bereich der Miniaturisierung der Elektronik würden Novartis pharmazeutische und medizinische Expertise ergänzen: "Wir freuen uns mit Google zusammen zu arbeiten, um noch ungestillte medizinische Bedürfnisse zu befriedigen," sagte Novartis CEO Joseph Jimenez.

Medizinische Kontaktlinse

Konkret wollen Googles Sparte Google[x] und Alcon an intelligenten Linsen arbeiten, die das Potenzial haben, Augenleiden oder andere Krankheiten zu mildern. Gemäss Novartis umfasst die Smart-Lens-Technologie nicht-invasive Sensoren, Microchips und andere miniaturisierte Elektronikbausteine, die in den Kontaktlinsen eingebettet sind.

Novartis erhofft sich vom Abkommen mit Google in zwei Bereichen voranzukommen: Einerseits sollen die intelligenten Linsen dazu genutzt werden, Diabetes-Patienten einen leichteren Umgang mit der Krankheit zu ermöglichen. Anhand einer Messung des Glucosespiegels in der Tränenflüssigkeit würde eine Alternative zu den bestehenden, umständlichen Messmethoden geschaffen. Die Übermittlung der Messdaten auf ein elektronisches Gerät würde darüber hinaus das Überwachen des Krankheitsverlaufs vereinfachen. Andererseits könnten die intelligenten Linsen gemäss Novartis helfen, bei Menschen mit Weitsicht den natürlichen Autofokus auf nahe Objekte wiederherzustellen.

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sGQW6gGB

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