Smartwatches überzeugen nicht

Pebble ist am Ende

Uhr | Aktualisiert

Fitbit hat bekannt gegeben, dass es Teile von Pebble übernimmt. Das Ende von Pebble deutet auf die schwierige Lage am Markt für Smartwatches hin.

(Quelle: Pebble Steel)
(Quelle: Pebble Steel)

Fitbit hat Teile des Smartwatch-Hersteller Pebble übernommen. Entsprechende Gerüchte kursierten bereits seit Tagen im Internet. Nun haben die Unternehmen die Gerüchte bestätigt.

Im Rahmen der Übernahme wechseln auch gewisse Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zu Fitbit, wie der Hersteller mitteilt. Fitbit interessiert sich dabei vornehmlich für die Bereiche Software- und Firmwareentwicklung

Fitbit werde aber keine Pebbles produzieren. Alle Auslieferungen der Wearables sind gestoppt. Wer Pebble auf Kickstarter unterstützt hat, erhält sein Geld zurück.

Besitzer der Uhr können sie weiterhin verwenden. Allerdings verfalle die Garantie und Support gibt's auch keinen mehr. Gewisse Funktionen könnten künftig nicht mehr funktionieren.

Pebble brach Rekorde

Das Unternehmen Pebble startete 2012 mit einer Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter. Das Unternehmen brach damals Rekorde. Statt der erhofften 100'000 US-Dollar erhielt das Unternehmen 10 Millionen Dollar, wie Wired berichtet. Nach eigenen Angaben lieferte das Unternehmen weltweit über 2 Millionen Geräte aus.

Einige Jahre später steckte das Unternehmen in der Krise. Im März dieses Jahres entliess der Hersteller etwa ein Viertel der Stellen. Pebble steckte tief in den Schulden.

Smartwatches mit Problemen

Das Schicksal Pebbles sagt auch einiges über den Smartwatch-Markt aus. Der Marktforscher IDC veröffentlichte erst vor einigen Tagen Zahlen zum Wearables-Markt. Smartwatches stagnieren. So sind auch die Verkaufszahlen für die Apple Watch stark zurückgegangen.

Gartner, ein weiterer Marktforscher, befragte 9500 Personen in Grossbritannien, Australien und USA. Die Umfrage ergab, dass sich Smartwatches sich noch immer in der Early-Adopter-Phase befinden. Nur rund 10 Prozent der Befragten besitzt eine Smartwatch. Wearables wie Fitnesstracker befinden sich bei 19 Prozent.

Das Problem sei laut Gartner, dass die Käufer keinen Mehrwert in Smartwatches sehen. Deshalb empfinden sie auch den Preis auch als zu hoch.

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