In der Fotosparte

Schneider-Kreuznach zieht die Reissleine

Uhr | Aktualisiert

Auf das verlustträchtige Fotogeschäft hat der deutsche Hersteller Schneider-Kreuznach mit einer Neuausrichtung reagiert. Statt der Fotosparte steht neu das Industriegeschäft im Fokus.

Der deutsche Optik-Hersteller Schneider-Kreuznach hat auf seinen Gewinnrückgang mit einer tiefgreifenden Umstrukturierung reagiert. Wie es in einer Mitteilung heisst, entstand aus der Neuausrichtung der Unternehmensstruktur neben den beiden Geschäftsfeldern Film & Photo sowie Imaging Systems der dritte Bereich Precision Engineering.

Im Industriegeschäft erwartet das Unternehmen Wachstum, erklärt der für Entwicklung und Vertrieb zuständige Geschäftsführer Josef Staub. Das Unternehmen produziert in diesem Bereich etwa digitale Servohydraulik für Blechumformung oder Präzisionsspritzgussteile mit optischen Anforderungen für Automobilsensoren.

Unrentabel ist dagegen die Fotosparte, wie Heise Foto berichtet. Hier zog der Hersteller die Reissleine und spielt laut dem Bericht nur noch eine Nebenrolle. Die vor drei Jahren angekündigten MFT-Objektive für Systemkameras sollen nun doch nicht produziert werden.

Dasselbe Schicksal gilt laut Heise Foto für die im letzten Jahr vorgestellten DSLR-Festbrennweiten und für die Objektive für Kompaktkameras. Im Foto-Sortiment verblieben nur noch exotische Linsen wie Tilt-/Shift-Objektive, Mittelformat- und Fachkamera-Objektive. Schneider-Kreuznach will laut Unternehmensangaben im Bereich Film & Photo vor allem auf Objektive und Filter für Bewegtbild setzen.

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