Interview mit Michael und Julie Monney, Laurastar

"Wir lernen aus der Vergangenheit, leben aber nicht in ihr "

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Vergangenen Sommer hat die zweite Generation die Führung von Laurastar übernommen. Die Geschwister Michael und Julie Monney sind die neuen Co-CEOs des Westschweizer Bügelsystem-Unternehmens. Im Interview sagen sie, warum sie Grund zum Feiern haben.

(l.) Julie Monney und (r.) Michael Monney, Co-CEOs, Laurastar. (Source: Netzmedien)
(l.) Julie Monney und (r.) Michael Monney, Co-CEOs, Laurastar. (Source: Netzmedien)

Sie sind seit Juli neue Co-CEOs von Laurastar. Wie kam es dazu?

Michael Monney: Weil unser Vater der Mitbegründer von Laurastar ist, sind Julie und ich quasi im Unternehmen geboren und aufgewachsen. Wir arbeiten beide auch schon mehr als zehn Jahre für Laurastar. Julie leitete zuvor die Abteilung Marketing & Kommunikation und ich den Bereich Finanzen und Beratung. Diese Erfahrung ermöglichte es uns, noch bevor wir Co-CEOs wurden, die Produkte zu verstehen, unsere Mitarbeiter und Kunden zu kennen und an vielen Projekten teilzunehmen. Wir haben zudem beide auch schon in anderen Unternehmen gearbeitet. Julie war in den Bereichen Marketing und Branding für Procter & Gamble, Kaz und Landor tätig, ich arbeitete in den Bereichen Finanzen und Consulting für Ernst & Young.

Julie Monney: Wir sind sehr glücklich, dass wir nach zehn Jahren bei Laurastar diese neue Rolle im Unternehmen übernehmen dürfen.

Was haben Sie als Erstes verändert?

Julie Monney: Der Generationenwechsel verlief reibungslos. Wir haben die Konzernstrategie schon seit geraumer Zeit beeinflusst. Uns ist folgendes Motto zentral: "Wir müssen aus unserer Vergangenheit lernen, aber nicht in ihr leben." Als Familienunternehmen ist es immer wichtig, die notwendigen Veränderungen vorzunehmen, um auch in 20 oder 30 Jahren präsent und relevant zu sein. Aber es ist ebenso wichtig, dass jeder versteht, warum wir uns verändern und in welche Richtung sich das Unternehmen entwickelt.

Auf welche Vertriebskanäle wollen Sie Ihren Fokus legen?

Michael Monney: Um ein Laurastar-Produkt zu kaufen, muss es erlebbar sein. Es ist daher sehr wichtig, dass sich unser Handelspartner die Zeit nimmt, das Produkt zu präsentieren. Wir konzentrieren uns auf On- und ­Offline-Geschäfte, die sich die Zeit nehmen, mit ihren Kunden zu diskutieren, die ihnen das Laurastar-Modell vorführen und sie testen lassen. Wir unterstützen unsere Handelspartner auch mit unseren Laurastar-Botschaftern, die bei besonderen Ladenveranstaltungen anwesend sein können, um Laurastar den Verbrauchern aktiv vorzustellen.

Bastian Cambrésy ist seit April neuer Sales Director ­Switzerland von Laurastar, David Starck stieg zum Global Sales Director auf. Was hat sich dadurch verändert, und sind weitere personelle Änderungen geplant?

Michael Monney: Damit Julie und ich die Funktion als Co-CEOs übernehmen konnten, mussten wir andere grossartige Leute finden, die das Geschäft von Laurastar leiten. Laurastar wächst dank Menschen wie David Starck und Bastian Cambrésy und dem gesamten Führungsteam.

Julie Monney: In jedem Unternehmen ist es wichtig, Top-Talente zu gewinnen und zu halten.

Wie verläuft das aktuelle Geschäftsjahr für Laurastar?

Michael Monney: Das Geschäftsjahr 2019 verläuft sehr gut für uns. Seit Januar verkaufen wir 12 Prozent mehr Geräte als noch im Vorjahr. Das ist eine gross­artige Leistung, die vor allem von unserer Erschlies­sung der asiatischen Märkte wie China und Korea, unserem Wachstum mit einem ausgezeichneten Partner in ­Russland sowie neuen Produkten wie den Smart-Bügelsystemen und Dampferzeugern Lift Xtra getragen wurde.

Welche Entwicklung erwarten Sie im kommenden Geschäftsjahr?

Julie Monney: Wir erwarten weiteres Wachstum. Laurastar investierte in seinen Onlineauftritt mit einer brandneuen Website, die seit September aktiv ist. Wir investieren auch in unsere digitale Präsenz in Social Media, um mit Salesforce näher am Kunden zu sein. Laurastar investiert ausserdem in POS-Displays, da diese eine wichtige Möglichkeit sind, Laurastar in Geschäften zu erleben.

Laurastar hat vor gut zwei Jahren ein smartes Bügelsystem lanciert. Wie kommt es bei den Kunden an, und welchen Anteil haben smarte Bügelsysteme bei Laurastar?

Michael Monney: Wir haben die Laurastar Smart Line im vierten Quartal 2017 mit den drei Produkten U, M und I eingeführt und sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Die Laurastar Smart Line macht mehr als die Hälfte unseres Systemumsatzes aus und das Feedback der Kunden ist grossartig. Sie lieben das neue Design, die neue metallische 3-D-Sohle mit besserer Dampfqualität. Auch der Bügelcoach "Smart App" wird bereits von 20 Prozent unserer Kunden genutzt, was wirklich ein tolles Ergebnis ist.

Was sind die wichtigsten technologischen Entwicklungen für Laurastar?

Julie Monney: Einer der wichtigsten technologischen Vorteile von Laurastar ist "Dry Microfine Steam". Mit dem mikrofeinen Dampf lässt sich 15-mal schneller bügeln als mit anderen Dampfstationen. Der Dampf bietet 1600-mal mehr Volumen und ist zu hundert Prozent trocken. Dry Microfine Steam bietet zwei Hauptvorteile: Unvergleichliche Bügelergebnisse, die die ursprüngliche Qualität der Stoffe erhalten und zugleich mit seinem hygienischen Dampfeffekt 99,9999 Prozent der Bakterien und Milben abtötet.

Welche Bedeutung hat der Schweizer Markt für Laurastar?

Michael Monney: Laurastar ist ein Schweizer Unternehmen mit Hauptsitz in Châtel-St-Denis in Freiburg. Der Schweizer Markt war und wird immer sehr wichtig für uns sein. Unsere Markenbekanntheit ist gross, da mehr als jeder vierte Schweizer Haushalt einen Laurastar besitzt. Es ist für Laurastar deshalb sehr wichtig, weiterhin in der Schweiz mit unseren Handelspartnern zu investieren, um unsere bestehenden Kunden zu ­halten und eine jüngere Generation von Konsumenten anzusprechen.

Laurastar feiert nächstes Jahr das 40-Jahre-Jubiläum. Was ist dazu geplant?

Julie Monney: Wir sind sehr stolz auf das 40-jährige Jubiläum des Unternehmens. Laurastar hat mehrere neue und innovative Projekte für die Zukunft zu bieten. Zuerst werden wir an einen neuen globalen Hauptsitz in Châtel-St-Denis umziehen. Die neu gestalteten Büros werden nicht nur das Leben, sondern auch die Leistung und Effizienz unserer Mitarbeiter verbessern. Laurastar wird ausserdem in Kürze eine neue Fabrik eröffnen und nächstes Jahr innovative Produkte präsentieren. Es gibt also viel zu feiern.

Warum ziehen Sie um und eröffnen eine neue Fabrik, wann findet die Eröffnung statt und was ist neu?

Julie Monney: Laurastar wird Anfang 2020 seine brandneue Produktionsstätte eröffnen. Die Eröffnung dieses Werkes wird es Laurastar ermöglichen, noch innovativere und qualitativ hochwertigere Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln. Unser Ziel ist es, mit den Gewohnheiten der Verbraucher, insbesondere mit den Millennials, in Einklang zu bleiben - diese neue Generation nutzt mehr die Technik der Faltenentfernung als die des Bügelns.

Wie lautet Ihre Botschaft an den Handel?

Michael Monney: Die Bekämpfung von Veränderungen in unserer Branche ist keine Strategie. Der Detailhandel verändert sich und das müssen wir akzeptieren. Für die Handelspartner und Marken ist es von entscheidender Bedeutung, dass sie zusammenarbeiten, um unseren Kunden das beste Erlebnis im Geschäft und online zu bieten.

Julie Monney: Lasst uns zusammenarbeiten, um unsere gemeinsame Zukunft zu stärken!

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