BFS-Erhebung

Hohe Gerätedichte in Schweizer Haushalten

Uhr | Aktualisiert

Das Bundesamt für Statistik hat die Ausstattung von Informations- und Kommunikationstechnologien in Schweizer Haushalten untersuchen lassen. Die Langzeituntersuchung zeigt auf, welche Geräte sich am Markt behaupten konnten.

Die Schweizer Haushalte sind im internationalen Vergleich gut mit Personal Computern ausgestattet. Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) schreibt, stand im Jahr 2015 fast in neun von zehn Haushalten in der Schweiz mindestens ein PC. Mit einer Ausstattung von 88 Prozent befindet sich die Schweiz im internationalen Vergleich laut Schätzungen der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) an siebter Stelle gleich hinter Finnland aber noch vor Ländern wie Schweden oder Österreich.

Die Informatikausstattung der Haushalte in der Schweiz nahm laut BFS in den vergangenen zwei Jahrzehnten rapide zu. So habe sich der Anteil Haushalte mit mindestens einem PC zwischen 1990 und 2014 mehr als verfünffacht. Dazu beigetragen hätten stark sinkende Computerpreise und die Popularität des Internets.

Auf das Handy folgt der TV

Ähnlich, aber noch erfolgreicher als Personal Computer, war der Siegeszug der Mobiltelefonie in der Schweiz. 1998 besassen demnach etwa 24 Prozent der Haushalte mindestens ein Mobiltelefon. Im Jahr 2014 stieg der Anteil auf fast 95 Prozent. Mehr als die Hälfte der untersuchten Haushalte besitzt mehr als ein Gerät.

Damit ist das Handy das am meisten verbreitete Gerät in der Schweiz. Dicht gefolgt vom Fernseher, der in 93 Prozent der Haushalte in der Schweiz steht. Davon steht in jedem fünften dieser Haushalte mindestens ein weiterer TV.

Einige Geräte büssten deutlich an Beliebtheit ein. So nahm die Verbreitung von Videorekordern von 66 Prozent der Haushalte im Jahr 2000 auf 18 Prozent im Jahr 2014 ab.

Rund 250 Schweizer Haushalte befragt

Das BFS untersuchte auch den Zusammenhang zwischen der Höhe des Einkommens und dem Bildungsstand in einem Haushalt und dessen Ausstattung mit ITK-Geräten. So schreibt das BFS, dass mit zunehmendem Einkommen auch die Anzahl Geräte im Haushalt steigt, was für nahezu alle Konsumgüter gelte. Als Ausnahme nennt das Bundesamt die Ausstattung mit TVs und Satellitenempfangsanlagen.

Auch hinsichtlich der Haushaltsgrösse variiert die IKT- Ausstattung. Bis zu einer Haushaltsgrösse von vier Personen steige die Ausstattung generell an. Bei einer Haushaltsgrösse ab fünf Personen stagniert laut BFS die Gerätemenge.

Das BFS ermittelte die Daten im Rahmen der Haushaltsbudgeterhebung, die seit 2000 durchgeführt wird. Im Auftrag des BFS liess das Institut Demoscope rund 250 Haushalte während eines Monats alle anfallenden Ausgaben und Einkommen dokumentieren.

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