Trends zum Weihnachtsgeschäft

SIEA-Präsident Peter Züger blickt auf den Schweizer Gaming-Markt

Uhr | Aktualisiert

Wie entwickelt sich der Gaming-Markt? Was sind die Trends? Peter Züger, Präsident des Branchenverbands SIEA, gibt Antworten.

Peter Züger, Präsident des Branchenverbands SIEA (Source: SIEA)
Peter Züger, Präsident des Branchenverbands SIEA (Source: SIEA)

Wie verläuft das Geschäftsjahr 2017 für den Schweizer Handel mit Games, PCs und Konsolen?

Peter Züger: Der Umsatz im stationären Handel hat sich bisher trotz des weiterhin wachsenden Anteils an Onlineumsätzen gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelt. Insbesondere haben die Innovationen der Konsolen den Markt positiv belebt und machen deutlich, wie sich Gaming als Leitmedium des 21. Jahrhunderts etabliert.

Welche Entwicklung erwarten Sie im Weihnachtsgeschäft in diesem Markt?

Wir erwarten ein tolles Weihnachtsgeschäft für alle! Noch nie waren dermassen viele leistungsstarke und innovative Plattformen für den Konsumenten verfügbar. Und die Preise sind in der aktuellen Phase des Lebenszyklus sehr attraktiv. Die vielen neuen Releases werden sowohl das Online- wie auch den Retail-Umsatz positiv prägen.

Welche Entwicklung erwarten Sie bei den neuen Konsolen Xbox One X, Playstation Pro und Nintendo Switch?

Nintendo Switch hat sich sehr erfolgreich im Markt etabliert. Ebenfalls konnte die Sony Playstation Pro einen bedeutenden Anteil am Markt erringen. Auch die Xbox One X wird dank ihrer Leistungsstärke einen festen Platz im Herzen vieler Gamer finden, davon sind wir überzeugt.

Welche Entwicklung erwarten Sie im Gaming-Markt für das kommende Jahr?

Wir sehen nun, wie die Branche erwachsen wird. Das Durchschnittsalter der Gamer wächst weiterhin und liegt bei über 35 Jahren. So sehen wir eine grosse Anzahl Haushalte, in denen Kinder und Eltern regelmässig Gamen. Wir schätzen, dass über 50 Prozent der Schweizer Video- und Computerspiele spielt. Die steigende Nachfrage führt auch zu einer grösseren Vielfalt an Games und weiteren Investitionen in innovative Technologien und Spielkonzepte.

Was sind die Trends in diesem Markt?

Ausser der weiterhin treibenden Kraft als innovatives Leitmedium gewinnt in Zukunft unter anderem Virtual Reality und die Vernetzung der Spielvarianten an Bedeutung. Es wird noch einfacher werden, gemeinsam tolle Spielerlebnisse zu geniessen. Zudem sehen wir eine steigende Faszination für E-Sports und Messen. In diesem Jahr hat sich die Zahl der Besucher an Games-Messen fast verdoppelt. Dies nicht zuletzt dank neuer Konzepte für etablierte Messen wie zum Beispiel die Swiss Toy Digital in Bern, aber auch wegen neuen Messen wie der Zurich Game Show oder der Geneva Gaming Convention. Die Games-Branche wächst weiterhin sehr erfreulich und sichtbarer denn je.

Welche Bedeutung hat der stationäre Handel im Schweizer Games-Markt?

Eine grosse. Auch wenn der Anteil der Verkäufe über Onlineplattformen kontinuierlich steigt, wird der Anteil des Umsatzes über den stationären Handel auch in den nächsten Jahren dominierend sein.

Was raten Sie dem stationären Handel beim Verkauf von Games und Hardware?

Es gibt viele Möglichkeiten, sich aktiv einzubringen. So ist es wichtig, sich verstärkt mit den Aktualitäten auseinanderzusetzen, diese aktiv als Erlebnisse zu vermarkten und Zusatzverkäufe beispielsweise über die grosse Vielfalt an Zubehör zu tätigen.

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