Neues und Altbewährtes

Apple bringt neue iPhones von 8 bis X

Uhr | Aktualisiert

Apple hat in Cupertino die nächste iPhone-Generation vorgestellt. Das Topmodell iPhone X bietet ein randloses Display, kabelloses Laden und Gesichtserkennung statt Touch ID. Bei den iPhones der Version 8 sind vor allem die inneren Werte neu.

Das iPhone X ist das neue Smartphone-Flaggschiff aus Cupertino. (Source: Apple)
Das iPhone X ist das neue Smartphone-Flaggschiff aus Cupertino. (Source: Apple)

"One more thing": Apple hat nach Cupertino ins brandneue "Steve Jobs Theater" geladen und verschiedene Produkte vorgestellt. Zum zehnten Jahrestag des ersten iPhones zeigte Tim Cook, der CEO des Unternehmens, ein neues Smartphone-Flaggschiff, das iPhone X – ausgesprochen "iPhone ten".

Touch ID weicht Face ID

Apple verbaute im iPhone X erstmals ein bis an die Ränder reichendes OLED-Display, wie das Unternehmen in einer Mitteilung schreibt. Das 5,8-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1125x2436 Pixeln lässt damit keinen Platz mehr für den bisherigen Home-Button mit Finderabdruck-Sensor. Benutzer sollen das Smartphone nun mit der Funktion Face ID entsperren können. Auf den Home-Bildschirm sollen Nutzer neu durch Wischen von unten nach oben gelangen.

In Kombination mit der 7-Megapixel-"Truedepth"-Frontkamera soll Face ID den Nutzer in drei Dimensionen sicher authentifizieren können, verspricht Apple. Ein im Hintergrund lernendes neuronales Netzwerk soll Manipulationsversuche durch Fotos oder Masken verhindern. Trotzdem könne sich das System selbstständig körperlichen Veränderungen des Nutzers über die Zeit anpassen. Die Verarbeitung der Gesichtsdaten erfolge nur auf dem Gerät selbst, nicht in der Cloud.

Mit dem iPhone X betritt Apple Neuland. Beim Display und bei der Ladetechnik. (Source: Apple)

Kabelloses Laden mit Qi

Das iPhone X unterstützt laut Mitteilung das kabellose Aufladen per Qi und ist mit den entsprechenden Ladestationen von Drittherstellern kompatibel. Ein eigenes Ladegerät von Apple namens "Airpower" soll ab 2018 erhältlich sein. Als CPU kommt im iPhone X der neue "A11 Bionic Chip" zum Einsatz. Er soll schneller als das Vorgängermodell sein und zugleich weniger Strom verbrauchen.

Ausser der Frontkamera erhalte das iPhone X auch ein Dual-Kamerasystem mit 12 Megapixeln und LED-Blitz auf der Rückseite. Es gibt nicht nur Augmented-Reality-Funktionen, die Kameras sollen auch 4k-Videoaufnahmen mit bis zu 60 Frames pro Sekunde und Zeitlupen mit bis zu 240 Frames pro Sekunde ermöglichen. Mit den "Animojis" soll sich das Gesicht des Nutzers als Emoji animieren lassen.

Das iPhone X kann laut Mitteilung ab dem 27. Oktober 2017 als 64- oder 256-Gigabyte-Version in Silber oder Space Grey bestellt werden. Der Verkaufsstart in der Schweiz sei für den 3. November geplant. Der Preis wird auf der Apple-Website mit 1199 Franken für das 64-Gigabyte-Modell und 1389 Franken für das 256-Gigabyte-Modell angegeben.

iPhone 8 und 8 Plus ohne Face ID

Ausser dem Flaggschiff Nr. 10 stellte Apple in Cupertino zwei weitere iPhones mit kleineren Displays vor. Das iPhone 8 – das Modell 7s hat Apple offenbar übersprungen – hat gemäss Hersteller einen 4,7-Zoll-IPS-Bildschirm. Das 8 Plus hat eine 5,5-Zoll-Diagonale. Beide kleineren Modelle verfügen wie gehabt über einen Home-Button. Der Bildschirm füllt nicht die ganze Front. Auch Face ID und Animojis unterstützen die Nachfolger des iPhone 7 laut Mitteilung nicht.

Apple überspringt die Version 7s und bringt gleich das iPhone 8/8 Plus. (Source: Apple)

Von Grösse, Frontkamera und Display abgesehen, gleichen sich die X- und 8-Modelle aber stark. Auch die iPhones 8 und 8 Plus enthalten laut Apple den neuen A11-Chip. Auch sie liessen sich kabellos mit Qi laden. Das iPhone 8 Plus habe ausserdem ebenfalls eine 12-Megapixel-Rückkamera. Mit einer Funktion namens "Porträtlicht" könne diese fotografierte Gesichter automatisch richtig beleuchten.

iOS 11 kommt, aber nur für 64-Bit-Geräte

Alle neuen iPhones setzen auf das parallel veröffentlichte iOS 11. Das Betriebssystem biete verschiedene AR-Features, schreibt Apple. Siri erhalte damit neue Stimmen und könne nun englische Sätze ins Deutsche, Chinesische, Französische, Italienische oder Spanische übersetzen.

iOS 11 versteht nur noch 64-Bit. (Source: Apple)

Wie Computerbase.de berichtet, können auch andere iOS-Geräte ab dem 19. September ein kostenloses Update auf Version 11 durchführen. Voraussetzung sei allerdings ein 64-Bit-Prozessor. iPhone 5 und iPad 4 bleibe damit erstmals ein Update verwehrt.

Auch iPhone 8 und 8 Plus kommen in Ausführungen mit 64 und 256 Gigabyte Speicherplatz auf den Schweizer Markt. Allerdings früher als das iPhone X, nämlich nach Herstellerangaben schon am 22. September 2017. Die Preise:

  • iPhone 8 mit 64 Gigabyte: 839 Franken / mit 256 Gigabyte: 1029 Franken

  • iPhone 8 Plus mit 64 Gigabyte: 959 Franken / mit 256 Gigabyte: 1149 Franken

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DPF8_57248

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