30. Generalversammlung

VSRT-BBZ stellt Lehrlingsrekord auf

Uhr | Aktualisiert

Die Genossenschaft VSRT-Berufsbildungszentrum hat in Grenchen ihre Generalversammlung abgehalten. An der Berufsschule bilden sich die Lehrlinge digital weiter.

Das VSRT-Berufsbildungszentrum (VSRT-BBZ) hat vergangenen Montag zur 30. Generalversammlung nach Grenchen geladen. Die Genosenschaft feierte gleich zwei Jubiläen, ihr 30-jähriges Bestehen und das 20 Jahre alte Schulungszentrum.

Im VSRT-BBZ, wo die Lernenden der Schweizerischen Radio-, TV- und Multimediafachgeschäfte die Schulbank drücken, blickte VSRT-BBZ-Verwaltungsratspräsident Peter Mattiello zurück auf die Geschichte der Genossenschaft. Am 1. Oktober 1987 nahm das VSRT-BBZ 1987 seinen Betrieb auf. Am 19. August 1996 folgte die Inbetriebnahme des VSRT-Schulungszentrums in Grenchen.

Ziele erreicht

Seit den letzten internen Erweiterungen vor drei Jahren nutzt die Genossenschaft die gesamte Liegenschaft. Damit verfügt sie über 16 Kursräume inklusive Aula und 30 Inernatszimmer mit 86 Betten.

Die Genossenschaft wirtschaftet erfolgreich. Laut Geschäftsbericht erreichte sie im vergangenen Jahr ihre wirtschaftlichen Ziele. Der Reingewinn belief sich auf knapp 5000 Franken, die Liquidität habe die kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich übertroffen.

560 Lehrlinge

Trotz der negativen Branchenentwicklung starteten am VSRT-BBZ noch nie so viele Lernende DHA/DHF Consumer Electronics. Das VSRT-BBZ meldet rund 560 Lehrlinge, die im vergangenen Sommer anfingen. Erstmals fanden auch die ÜK3 der Multimediaelektroniker statt. So habe die Genossenschaft im vergangenen Jahr insgesamt 115 ÜKs mit mehr als 1600 Teilnehmern durchgeführt, sechs Kurse mehr als noch im Vorjahr.

Als weiteren Höhepunkt des vergangenen Jahres nannte die Genossenschaft die Einführung des neuen elektronischen Lehrmittels für den Bereich Detailhandel. Die Lernenden würden im Unterricht nur noch mit em E-Book arbeiten. Ausserdem lancierte sie im Februar gemeinsam mit Ionesoft eine neue elektronische Testplattform für eine Lernapp. Ab Sommer soll die Lernapp mit dem E-Book konzipiert und neu kombiniert werden.

"Die heutige Jugend erreicht man nicht per E-Mail"

Roger Spindler vom Frankfurter Zukunftsinstitut hielt das Gastreferat der GV. Er zeigte auf, wie Jugendliche heute lernen (Youtube) und sagte, dass auch Lehrpersonen digitale Kompetenzen brauchen. "Die heutige Jugend erreicht man nicht mehr per E-Mail", so Spindler.

Claude Weinstock, Geschäftsführer des VSRT-BBZ, zeigte sich beim Apéro nach der GV zufrieden. "Wir erlebten eine super Generalversammlung und ein spannendes Referat." Wie er das VSRT-BBZ in Zukunft gestalten wolle, hänge von der Branchenentwicklung ab. "Wir werden aber am Ball bleiben und uns stetig weiterbilden. Man kann nie gut sein, sondern nur gut werden", sagte Weinstock.

Webcode
DPF8_41065

Kommentare

« Mehr