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Fabian Pöschl
Fabian PöschlTEAM
  • 19.Februar 2016 - 11:44
  • Updated 19.Februar 2016 - 12:07
Neue Marktzahlen

Apple und Co. hängen Schweizer Uhrenindustrie ab

Smartwatches hängen Schweizer Uhrenindustrie ab (Quelle: Pixelio.de / Tim Reckmann)

Erstmals haben Apple und Co. mehr Smartwatches als die Schweizer Industrie klassische Uhren ausgeliefert. Die Entwicklung verläuft konträr. "Die Schweizer Uhrenindustrie hat den Kopf in den Sand gesteckt", urteilt ein Marktforscher.

Der Smartwatch-Markt hat einen Meilenstein erreicht. Erstmals sollen die Smartwatch-Hersteller mehr Geräte ausgeliefert haben als die Schweizer Uhrenindustrie. Laut einer Prognose von Marktforscher Strategy Analytics war es im vergangenen vierten Quartal 2015 soweit. 8,1 Millionen Smartwatches hätten die Werkshallen von Apple, Samsung und Co verlassen. Die Schweizer Uhrenhersteller hätten im gleichen Zeitraum 7,9 Millionen Uhren ausgeliefert.

Stimmt die Prognose des Marktforschers, wäre das ein Wachstum von über 300 Prozent im Smartwatch-Markt. Laut Strategy-Analytics-Direktor Cliff Raskind war das Wachstum besonders gross in Nordamerika, Westeuropa und Asien. Im Vorjahreszeitraum wurden noch 1,9 Millionen Smartwatches ausgeliefert. Damals gab es aber auch noch keine Apple Watch. Apple legte mit seiner ersten Uhr im vergangenen Sommer los und erreichte im vierten Quartal 2015 einen Marktanteil von fast zwei Dritteln. Samsung an zweiter Stelle folgt mit weitem Abstand mit einem Anteil von 16 Prozent. Die beiden Unternehmen lieferten demnach im Weihnachtsgeschäft vier von fünf Smartwatches aus.

Schweizer Anteil am Smartwatch-Markt beträgt 1 Prozent

Das Wachstum im Smartwatch-Markt wirkt sich negativ auf die Schweizer Uhrenindustrie aus. Die Nachfrage sinkt. Laut Steven Waltzer, Analyst bei Strategy Analytics, entsprechen die prognostizierten Auslieferungen der Schweizer Uhrenhersteller von 7,9 Millionen Geräten einem Rückgang um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Globale Player wie Swatch suchen laut dem Marktforscher mit grosser Mühe nach Wachstumslösungen.

Neil Mawston, Executive Director bei Strategy Analytics, sagt: "Die Schweizer Uhrenindustrie hat sehr spät auf die Entwicklung von Smartwatches reagiert. Sie hat den Kopf in den Sand gesteckt und gehofft, die Smartwatches verschwinden wieder." Zwar folgen Schweizer Uhrenhersteller wie Tag Heuer dem Trend mit eigenen Smartwatches, aber mit bescheidenem Erfolg. Laut Mawston machen Schweizer Marken im Swartmatch-Markt etwa 1 Prozent aus und sind damit weit hinter Apple, Samsung und Co.

Der Smartwatch-Markt hat einen Meilenstein erreicht. Erstmals sollen die Smartwatch-Hersteller mehr Geräte ausgeliefert haben als die Schweizer Uhrenindustrie. Laut einer Prognose von Marktforscher Strategy Analytics war es im vergangenen vierten Quartal 2015 soweit. 8,1 Millionen Smartwatches hätten die Werkshallen von Apple, Samsung und Co verlassen. Die Schweizer Uhrenhersteller hätten im gleichen Zeitraum 7,9 Millionen Uhren ausgeliefert.

Stimmt die Prognose des Marktforschers, wäre das ein Wachstum von über 300 Prozent im Smartwatch-Markt. Laut Strategy-Analytics-Direktor Cliff Raskind war das Wachstum besonders gross in Nordamerika, Westeuropa und Asien. Im Vorjahreszeitraum wurden noch 1,9 Millionen Smartwatches ausgeliefert. Damals gab es aber auch noch keine Apple Watch. Apple legte mit seiner ersten Uhr im vergangenen Sommer los und erreichte im vierten Quartal 2015 einen Marktanteil von fast zwei Dritteln. Samsung an zweiter Stelle folgt mit weitem Abstand mit einem Anteil von 16 Prozent. Die beiden Unternehmen lieferten demnach im Weihnachtsgeschäft vier von fünf Smartwatches aus.

Schweizer Anteil am Smartwatch-Markt beträgt 1 Prozent

Das Wachstum im Smartwatch-Markt wirkt sich negativ auf die Schweizer Uhrenindustrie aus. Die Nachfrage sinkt. Laut Steven Waltzer, Analyst bei Strategy Analytics, entsprechen die prognostizierten Auslieferungen der Schweizer Uhrenhersteller von 7,9 Millionen Geräten einem Rückgang um 5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Globale Player wie Swatch suchen laut dem Marktforscher mit grosser Mühe nach Wachstumslösungen.

Neil Mawston, Executive Director bei Strategy Analytics, sagt: "Die Schweizer Uhrenindustrie hat sehr spät auf die Entwicklung von Smartwatches reagiert. Sie hat den Kopf in den Sand gesteckt und gehofft, die Smartwatches verschwinden wieder." Zwar folgen Schweizer Uhrenhersteller wie Tag Heuer dem Trend mit eigenen Smartwatches, aber mit bescheidenem Erfolg. Laut Mawston machen Schweizer Marken im Swartmatch-Markt etwa 1 Prozent aus und sind damit weit hinter Apple, Samsung und Co.

 

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  • AndreLESER

    Der Nokia-Effekt schlägt zu. Der Markteintritt von apple wurde zu wenig ernst genommen. Hämische Kommentare waren zu lesen. Dabei wären alle Zutaten für einen rechtzeitigen Einstieg in den Markt vorhanden gewesen. Wie konnte man beispielsweise ignorieren, dass eine Generation von Handy-Nutzenden keine Uhr mehr trägt und nun zur Armbanduhr via Smartwatch zurückfindet?

    19. Februar 2016 - 12:47

  • Andre

  • ClaudiaLESER

    Die Frage ist, ob jene, die sich eine Handy-Erweiterung an den Arm binden sonst eine Schweizer Uhr gekauft hätten. Ich denke mal das ist eine andere Zielgruppe.

    21. Februar 2016 - 18:37

  • Claudia

  • MarkusLESER

    Der Vergleich hinkt! Wer eine Smartwatch mit einem eidgenössischem Meisterwerk der Handwerkskunst vergleicht, darf sich gerne den billigen, elektronischen Plastikkram namens "Smartwatch" ums Handgelenk binden. Den Sinn von Zeit hat er nicht verstanden. Just my 2 cent.

    24. Februar 2016 - 16:22

  • Markus

  • AndreasLESER

    Ich (54 männlich) hatte bis jetzt immer Schweizer Uhren im mittleren Preissegment am Arm. Meine nächste Uhr ist definitiv eine mit mehr Möglichkeiten. Eine Applewatch kann auch Statussymbol sein, das macht sie so begehrenswert. Sind die Jungen erst einmal diese Uhren gewöhnt, kaufen sie keine anderen mehr. Mittelfristig ein Problem für die Schweizer Uhrenindustrie insgesamt.

    24. Februar 2016 - 17:13

  • Andreas

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